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BBC-Interview mit Ross Brawn: Enger Freund spricht über Schumachers Gesundheitszustand

Der britische Rennsportmanager Ross Brawn hat sich in der BBC über den Gesundheitszustand von Michael Schumacher geäußert. Die Aussagen des guten Freundes der Familie lassen aufhorchen.

Ross Brawn und Michael Schumacher

Der Formel-1-Manager Ross Brawn war bei jedem von Schumachers sieben WM-Titeln an der Seite des deutschen Rekordfahres. Er gilt als enger Freund der Familie, was seinen aktuellen Äußerungen über Schumachers Gesundheitszustand eine hohe Glaubwürdigkeit verleiht.

Nachrichten über den Gesundheitszustand von Michael Schumacher sind rar, ihr Wahrheitsgehalt nur schwer zu überprüfen. Umso wertvoller sind jene seltenen Aussagen von engen Freunden der Familie, die tatsächlich Einblick haben, wie es dem siebenfachen Formel-1-Weltmeister auf seinem schweren Weg zurück ins Leben wirklich geht.

Einer von ihnen ist der Rennsportmanager Ross Brawn, der Schumacher bei jedem seiner sieben Weltmeistertitel als Ingenieur zur Seite gestanden hat. Der Engländer war einer der ersten, die im Dezember 2013 in die Klinik nach Grenoble geeilt waren, wo Schumi nach seinem verhängnisvollen Skiunfall im Koma lag, um der Familie zur Seite zu stehen.

Ross Brawn über Michael Schumacher: "Es gibt ermutigende Anzeichen"

In einem BBC-Interview beurteilt Brawn den Gesundheitszustand seines langjährigen Freundes vorsichtig optimistisch: "Es gibt ermutigende Anzeichen", sagte der 63-Jährige, "und wir beten alle, dass wir mehr davon zu sehen bekommen."

Mehr könne er nicht sagen. "Die Familie hat sich entschieden, Michaels Genesung als Privatsache zu behandeln, und das muss ich respektieren."

Doch es ist ihm offenbar ein Anliegen, die zahlreichen Spekulationen und Falschmeldungen richtig zu stellen, die über den Gesundheitszustand kursieren. "Alles, was ich sagen kann: Es gibt eine Menge Gerüchte über Michaels Zustand, und die meisten von ihnen sind falsch. Wir hoffen, dass es weiterhin Fortschritte gibt und wir es eines Tages erleben, dass sich Michael durch und durch von seinen fürchterlichen Verletzungen erholt."

Familie schützt Privatsphäre

Schumacher war am 29. Dezember 2013 beim Skifahren in den französischen Alpen mit dem Kopf auf einen Felsen gestürzt und hatte sich schwere Schädel-Hirn-Verletzungen zugezogen. Er lag lange im Koma und absolviert seit Sommer 2014 ein Reha-Programm im schweizerischen Gland, wo er ein Anwesen besitzt.

Seitdem ist nur wenig über seinen Zustand an die Öffentlichkeit gedrungen. Eine Meldung der Zeitschrift "Bunte" aus dem Dezember vorigen Jahres, dass Schumacher wieder "ein bisschen gehen" könne, wurde von Schumachers Managerin Sabine Kehm umgehend dementiert. Dies entspreche nicht den Tatsachen, hieß es.

kng

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