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Michael Schumacher im aktuellen stern: Mehr Zeit für Corinna

Sieben Weltmeistertitel und 91 Grand-Prix-Siege: Michael Schumacher hat seine Karriere nach 307 Rennen beendet. Im stern zieht der erfolgreichste Formel-1-Fahrer der Geschichte Bilanz.

Schluss. Aus. Vorbei. Michael Schumacher fährt nie mehr in der Formel 1. "Es war ein schöner Abschluss: ein tolles Rennen, ein toller Weltmeister, eine tolle Aufholjagd", so der 43-Jährige zum stern über sein letztes Rennen in São Paulo. "Seltsam, dass ich mit dem siebten Platz meine Karriere beende - so hat sie auch angefangen, mit einem siebten Platz in meinem ersten Qualifying. Und dann die sieben WM-Titel: Die Zahl war ein guter Schluss." Über Sebastian Vettel, der in São Paulo, Brasilien, zum dritten Mal in Folge Weltmeister wurde, ist Schumacher voll des Lobes: "Sebastian ist einer der Cleversten, die offen genug sind, zu kapieren, was notwendig ist. Es geht nicht darum mich zu kopieren, sondern gute Eigenschaften zu analysieren. So habe ich das früher auch gemacht: Ich habe mir die Kollegen angeschaut und all das, was erkennbar besser war, kopiert. Das ergab eine gesunde Mischung."

Viel Zeit für Ehefrau Corinna

Für seine eigene Zukunft hat Schumacher auch schon konkrete Pläne: "Ich habe einen Werksvertrag unterschrieben und werde ab und an als Kart-Tester aktiv sein." Zudem möchte er nun vermehrt seinem Hobby Fallschirmspringen nachgehen. "Ich bin noch ein Greenhorn, aber ich habe - nicht nur dadurch - gelernt, abzuschalten. Darauf freue ich mich jetzt: nicht mehr ständig über die Formel 1 nachdenken zu müssen; das hat mich zum Schluss mehr und mehr gestört", sagt Schumacher.

Mehr Zeit hat Schumacher nun auch dafür, seine Frau Corinna zu unterstützen, die zwei Pferdefarmen betreibt und Western-Turniere reitet. Bereits während seiner Karrierepause sorgte sie dafür, dass ihm nicht langweilig wurde: "Ich hatte ja gleich einen Job - als Turnier-Trottel meiner Frau, wie wir das scherzhaft mal genannt haben."

Einige Momente bleiben dem Rekordweltmeister in besonderer Erinnerung. Zum Beispiel als er noch für Ferrari fuhr. "Die schönsten Emotionen finden auf dem Siegerpodest in Monza statt. Da in Rot gekleidet zu stehen, in einem Meer von Menschen - das ist etwas Besonderes. Du hast eine Nähe zu deinen Fans, das ist ein Glücksmoment, den erlebst du nirgendwo so intensiv", erinnert sich Schumacher. Ein weiteres prägendes Erlebnis war der Tod von Ayrton Senna 1994: "Das war ein Moment, wo du alles hinterfragst. Unser Sport erschien mir so sicher, ich sah die Gefahr nicht - und plötzlich war sie mehr als präsent. Die ersten 14 Tage danach waren hart."

In eigener Sache:

Wir haben diese Meldung, die seit 13:07 Uhr online ist, korrigiert. Irrtümlicherweise stand im Text der Satz "Darauf freue ich mich jetzt: nicht mehr ständig über die Formel 1 nachdenken zu müssen; das hat mich zum Schluss mehr und mehr zerstört." Dieser Satz ist so im Interview nicht gefallen, richtig heißt er: "Darauf freue ich mich jetzt: nicht mehr ständig über die Formel 1 nachdenken zu müssen; das hat mich zum Schluss mehr und mehr gestört." Wir bitten, diesen Übertragungsfehler zu entschuldigen.

dog

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