HOME

Wechsel: Heidfeld fährt für Jordan

Nick Heidfeld hat beim britischen Jordan-Team für ein Jahr unterschrieben. Harald Frentzen zögert, denn noch ist nicht sicher, ob der verschuldete Rennstall nächste Saison überhaupt in der Formel 1 starten kann.

Auf der Suche nach einem neuen Formel-1-Cockpit ist Nick Heidfeld endlich fündig geworden. Der beim Schweizer Sauber-Rennstall ausgemusterte Mönchengladbacher hat für ein Jahr beim britischen Jordan-Ford-Team unterschrieben. Schon am Mittwoch wird der 26-Jährige im spanischen Jerez mit der Testarbeit für sein neues Team beginnen. "Ich freue mich über diese Chance", sagte Heidfeld.

Vorausgesetzt, Teamchef Eddie Jordan kann noch das nötige Kleingeld zusammenkratzen. Gut drei Monate vor Saisonbeginn ist nämlich noch nicht sicher, ob sein neuer Arbeitgeber im nächsten Jahr überhaupt in der Formel 1 wird fahren können. Noch muss Teamchef Eddie Jordan große Löcher in seinem Jahresbudget stopfen.

Frentzen auch von Opel umworben

Heidfeld schloss deshalb auch nur einen "Vorvertrag mit Option" ab. "Aber wenn die Finanzierung steht, kann Nick zeigen, was er kann", sagte sein Manager Werner Heinz. Die Verpflichtung des Deutschen gilt in der Branche als Signal für mögliche Geldgeber. Er nimmt dabei auch Gehaltseinbußen in seiner vierten Formel-1-Saison in Kauf. Immerhin muss er kein Geld mitbringen für seinen Cockpit-Sitz. Heidfelds früherer Teamkollege Heinz-Harald Frentzen wird ebenfalls Eddie Jordan umworben, unterschrieb allerdings (noch) nicht. Er verlangte finanziellen Garantien. Frentzen, der unlängst zum zweiten Mal Vater wurde, wird auch heftig von Opel umworben. Der Routinier soll für die Rüsselsheimer im Deutschen Tourenwagen- Masters (DTM) fahren.
Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity