"Hand Gottes" Ende eines Mythos


Wer hatte im WM-Viertelfinale 1986 in Mexiko zwischen Argentinien und England seine Hand im Spiel? Diego Maradona oder doch der liebe Gott? Jetzt hat der Hauptdarsteller das Geheimnis gelüftet.

Fast 19 Jahre nach einem der umstrittensten Tore in der Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft hat der frühere argentinische Weltstar Diego Maradona zugegeben, dass damals nicht "die Hand Gottes" im Spiel war. Maradona sagte, in dem Spiel gegen England habe er damals den Ball mit der Hand ins Tor geschlagen.

Die Zeitlupen hatten das schon immer klar zu erkennen gegeben, Maradona sagte aber damals, es sei "La Mano de Dios" ("Die Hand Gottes") gewesen. "Das wäre sehr arrogant von mir zu sagen, dass es Gottes Hand war", sagte er in einem Interview. "Gott half uns, ich habe es aber gemacht." Maradona erzielte beide Tore gegen England und führte damals Argentinien zum Weltmeistertitel.

Fußballgott dank Pelé

Der übergewichtig aussehende 44-Jährige sagte, er werde seine im vergangenen Jahr in Kuba begonnene Drogenentzugstherapie fortsetzen. Den kubanischen Staatschef Fidel Castro bezeichnete er als seinen Freund, betonte aber, dass er kein Kommunist sei. Er sei vielmehr "unpolitisch". Zu seiner Verehrung als "Fußballgott" in Argentinien sagte er, dies sei darauf zurückzuführen, dass Pele in Brasilien zum "König des Fußballs" ausgerufen worden sei. Die Argentinier hätten dann für ihn einen anderen Titel gesucht: "Brasilien hat den König des Fußballs, Argentinien hat seinen Gott." Es gebe aber nur einen Gott, sagte er.

AP AP

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