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1. Bundesliga: Babbel heizt das Duell zwischen Hertha und Hoffenheim verbal an

Nach einer öffentlichen Schlammschlacht hatten sich die Wege von Markus Babbel und Michael Preetz in Berlin getrennt, nun führt das Abstiegsendspiel der Hertha gegen Hoffenheim beide wieder zusammen. Babbel kündigte an, nicht mit seinem einstigen Widersacher reden zu wollen. Das Vorspiel zu diesem brisanten Duell ist eröffnet.

Markus Babbel wurde bei Hertha BSC am Ende der Hinrunde nach der Partie gegen Hoffenheim als Trainer von Hertha BSC entlassen. Vorausgegangen war eine öffentliche Schlammschlacht mit Manager Michael Preetz. Nun kehrt Babbel als 1899-Coach nach Berlin zurück und kann seinen Ex-Club in die 2. Liga befördern.

Via Sportbild heizte Babbel das ohnehin schon brisante Duell im Vorfeld noch einmal an. "Ich bin ein höflicher Mensch. Wenn er vor mir steht, werde ich ihm die Hand geben. Aber es gibt keine Gründe, miteinander zu sprechen", wurde er in einem vorab veröffentlichten Auszug der am Mittwoch erscheinenden Sportbild zu einer möglichen Begegnung mit Preetz zitiert.

Babbel: Einheit wurde auseinandergerissen 

Der geräuschvolle Abschied aus der Hauptstadt scheint beim Trainer Wunden hinterlassen zu haben, die längst noch nicht verheilt sind. "Das Trainerteam und die Spieler standen immer zusammen. Unsere Einheit ist auseinandergerissen worden. Die Folgen sind nun schwerwiegender als man sich das gedacht hat. Ein Abstieg tut mir für Spieler und Fans sehr leid", fügte er in der Sportbild an.

Entlassen wurde Babbel in Berlin am 18. Dezember 2011 - es entbehrt nicht einer gewissen Komik, dass das einen Tag nach einem 1:1-Unentschieden bei 1899 Hoffenheim passierte. Seinerzeit rangierte die Hertha mit 20 Punkten auf dem elften Tabellenplatz. 16 Spiele später haben die Berliner 28 Zähler auf dem Konto und müssen darauf hoffen, dass Köln nicht gegen Bayern gewinnt, um überhaupt noch eine Chance auf die Relegation zu haben.

Babbel vs Preetz: Nur einer sagt die Wahrheit 

Angesichts der sportlichen Entwicklung ist Hertha BSC und damit vor allem auch Michael Preetz der klare Verlierer. Ausgangspunkt für den Zwist mit Babbel war damals die Frage, ob der Trainer seinem Manager Anfang November mitgeteilt hat, dass er am Saisonende in Berlin aufhört. Babbel sagt, er habe das ganz deutlich kommuniziert, Preetz beharrte darauf, nicht mit Babbel darüber gesprochen zu haben. Öffentliche Bezichtigungen der Lüge und weitere verbale Scharmützel folgten, an deren Ende der Trainer gehen musste.

Wer von beiden nun Recht hatte, lässt sich aus der Distanz nicht beurteilen. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass ein persönlicher Disput die erfolgreiche Ära Babbel in Berlin beendete. Sportlich war diese Entscheidung ein Desaster. Es scheint, als hätten die Verantwortlichen die Bedeutung von Babbel für die Mannschaft und den Erfolg seinerzeit unterschätzt. Mit den Konsequenzen müssen sie nun leben.

Babbel: Hertha fehlt die Demut 

Zu diesem Umstand passt auch die allgemeine Kritik von Babbel an Hertha BSC in der Sportbild. "Hertha BSC fehlt die nötige Demut. Nach einem Sieg wird von der Champions League geredet, nach einer Niederlage vom Abstieg", kritisiert er. Geschenke will er mit Hoffenheim in Berlin nicht verteilen: "Ich will die drei Punkte in Berlin mit aller Macht haben." Für Brisanz ist am Samstag im Olympiastadion auf alle Fälle gesorgt. 

sportal.de / sportal

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