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1. Bundesliga Freiburg erkämpft sich spätes 2 -2 gegen Hertha


In einem packenden Duell zwischen dem SC Freiburg und Hertha BSC rettete Stefan Reisinger den Breisgauern mit zwei Treffern beim 2:2 (0:2)  noch einen Punkt. Der Ausgleich fiel in der fünften Minute der Nachspielzeit.

Doppel-Torschütze Stefan Reisinger hat dem SC Freiburg in letzter Sekunde noch einen Punkt gegen Hertha BSC gerettet. Als die Berliner schon wie die Sieger aussahen, traf der Stürmer in der fünften Minute der Nachspielzeit noch zum verdienten 2:2 (0:2).

Schiedsrichter Markus Wingenbach hatte sich in der am Schluss extrem emotionalen Partie zuvor den Zorn des SC und der Zuschauer zugezogen, weil er den vermeintlichen Ausgleich durch Reisinger (81. Minute) wieder zurücknahm und einen Eckball wiederholen ließ.

Ramos (20.) und Peter Niemeyer (45.+1) trafen vor der Pause für den Neuling. Reisinger hatte mit dem Anschlusstreffer (61.) die unglaubliche Aufholjagd des Tabellen-Vorletzten der Bundesliga eingeleitet.

Cissé verpasst Führungstor

Beide Teams neutralisierten sich vor 21.500 Zuschauern im Badenova-Stadion zunächst weitgehend. Weder den Badenern noch den Berlinern gelangen zunächst sehenswerte und auch torgefährliche Spielzüge. Weckruf für beide war wohl ein von Hertha-Torhüter Thomas Kraft leichtfertig vertändelter Ball. Papiss Demba Cissé konnte daraus jedoch kein Kapital schlagen. Aber danach war mehr los.

Vor allem der Aufsteiger agierte wesentlich zielstrebiger und sorgte mit schnellen Vorstößen immer wieder für Gefahr. Verdienter Lohn war die Führung durch Ramos, der nach einem präzisen Pass von Raffael überlegt abschloss. Gute Chancen boten sich zudem Pierre-Michel Lasogga (28. und 31.). Überraschend dann das 0:2 in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit: Niemeyer musste gegen die unsortierte SC-Abwehr nur abstauben.

Den Freiburgen fehlten zwar häufig Entschlossenheit und eine klare Linie, aber sie kamen dennoch zu Möglichkeiten. Cissé reagierte noch zweimal zu langsam (35. und 43.). Allerdings störte ihn bei seinem bis dahin insgesamt dritten Versuch Innenverteidiger Andre Mijatovic durchaus elfmeterverdächtig. Zudem lenkte Kraft einen Distanzschuss von Anton Putsila zur Ecke (28.).

Kraft pariert glänzend gegen Cissé

Cissé vergab dann vier Minuten nach Wiederanpfiff die Riesenchance zum schnellen Anschlusstreffer. Der eigentliche Tor-Garant scheitere jedoch aus Nahdistanz mit seinem Kopfball am reflexartig reagierenden Kraft. Der Keeper hatte Sekunden zuvor schon glänzend einen Schuss von Cedrick Makiadi abgewehrt.

Der SC setzte nun voll auf Offensive und brachte in Reisinger für Verteidiger Beg Ferati einen zweiten Stürmer (53.). Hertha verstärkte zusehends die Defensive und konzentrierte sich auf Konter. Ramos wäre dabei beinahe erneut erfolgreich gewesen (55.).

Generell geriet der Tabellenzehnte aber immer mehr unter Druck und Freiburg wurde für seinen Vorwärtsdrang belohnt: Reisinger zog von der Strafraumgrenze unhaltbar zum 1:2 ab. Danach schnürte Freiburg die sich immer mehr zurückziehenden Gäste regelrecht in deren Hälfte ein.

Ramos vergab bei einem der seltenen Angriffe das scheinbar sichere 3:1 (80.). Dann folgten lange Proteste nach der umstrittenen Schiedsrichterentscheidung. Aber der SC gab nicht auf: Erst hatte Putsila mit einem Latten-Kopfball Pech (88.), dann sorgte Reisinger für Jubelstürme.

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