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Fußball-Bundesliga: Bayern setzen Klettertour mit Sieg gegen Freiburg fort

Immerhin: Es war das fünfte Pflichtspiel in Folge ohne Niederlage. Der FC Bayern hat trotz einer glanzlosen Leistung gegen seinen Lieblingsgegner SC Freiburg verdient mit 4:2 gewonnen und den großen Abstand zu Spitzenreiter Mainz zumindest bis Sonntag verkürzt.

Der FC Bayern München hat seine langsame Klettertour in der Fußball-Bundesliga mit einem Pflichtsieg gegen "Lieblingsgegner" SC Freiburg fortgesetzt. Der deutsche Meister besiegte am Freitagabend die Breisgauer deutlich mit 4:2 (1:0) und rückte nach dem fünfte Pflichtspiel in Folge ohne Niederlage und dem zehnten Ligasieg in Serie gegen den SC auf den siebten Tabellenplatz vor.

Martin Demichelis (39. Minute), Mario Gomez (64.), Anatoli Timoschtschuk (72.) und Toni Kroos (80.) sorgten vor 69.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena für einen am Ende deutlichen Sieg des Rekordmeisters, der sich nach der Pause erheblich steigerte. Der eingewechselte Stefan Reisinger (64.) und Edson Braafheid mit einem Eigentor (87.) trafen für Freiburg.

Zum vierten Mal nacheinander wollte Trainer Louis van Gaal dieselbe Elf aufbieten. Aber beim Aufwärmen musste Nationalspieler Holger Badstuber bei den Bayern wegen einer Schambeinentzündung passen. Für ihn kam Demichelis. Es war ein Glücksfall für die Münchner, denn ausgerechnet der bei van Gaal auf das Abstellgleis geratene Argentinier stellte die Weichen auf Sieg für den Meister.

In einer an Quer- und Rückpässen reichen, aber an Höhepunkten und Torchancen armen ersten Spielhälfte setzte Demichelis das Glanzlicht: Nach einem Eckball von Danijel Pranjic war der Innenverteidiger mit dem Kopf zur Stelle - sein 13. Ligator, das achte mit dem Kopf. Ein traumhaftes Comeback, Demichelis deutete nach seinem Treffer demonstrativ aus das Bayern-Wappen auf seinem Trikot. Zu Beginn hatte es nicht nach seinem Abend ausgesehen, denn in der Anfangsphase verletzte er sich bei einem Zweikampf am Knie, konnte aber nach einer Behandlung am Spielfeldrand weiterspielen (11.).

Nach einer halben Stunde die ersten Pfiffe

Das Tor ersparte den Bayern größeren Unmut der Zuschauer, die den fehlenden Offensivschwung schon nach einer halben Stunde mit Pfiffen quittiert hatten. Ein feiner Pass von Toni Kroos auf Mario Gomez, der mit links das Tor verfehlte (21.) sowie ein Volley-Distanzschuss von Andreas Ottl (34.) - viel mehr Produktives gelang den Bayern nicht.

Die Freiburger, bei denen Trainer Robin Dutt gegenüber dem Pokal-Aus in Cottbus vier personelle Veränderungen vornahm, hatten defensiv wenig Mühe. Nach vorne strahlte aber auch allein Torjäger Papiss Cissé Gefahr aus, mit einem Kopfball nach Freistoß von Julian Schuster traf er das Außennetz (16.).

Ein Aktivposten beim Rekordmeister war Gomez, der sich gut bewegte und Torgefahr ausstrahlte. Erst scheiterte der Nationalstürmer noch an SC-Torwart Oliver Baumann (57.), dann war mit dem Kopf da - wieder nach Eckball von Pranjic. Doch Freiburg schlug postwendend durch den gerade eingewechselten Reisinger zurück, der eine Flanke von Anton Putsila mit dem Kopf verwertete. Jetzt konterten aber auch die Münchner: Timoschtschuk erzielte sein erstes Ligator, ehe Kroos mit einem wunderbaren Distanzschuss erfolgreich war. Das Spiel war damit entschieden - auch wenn Braafheid noch ein Eigentor unterlief.

mad/DPA / DPA

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