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1. Bundesliga Glücklicher 2 -1-Sieg für Wolfsburg gegen Nürnberg


Der VfL Wolfsburg hat sich mit dem vierten Saisonsieg ein wenig Luft im Abstiegskampf verschafft. Allerdings kam der Erfolg ein wenig glücklich Zustande, denn als Mario Mandzukic den Siegtreffer markierte, waren die Gäste aus Nürnberg am Drücker und hatten zumindest einen Punkt verdient.

Mit zwei Debütanten in der Startelf und dem dritten Heimsieg in Folge hat sich der VfL Wolfsburg ins Mittelfeld der Bundesliga geschoben. Der ambitionierte Werksclub siegte gegen den 1. FC Nürnberg im heimischen Stadion mit 2:1 (1:0) und liegt nun in der Tabelle vor dem Gast aus Franken, allerdings hätte der Club aufgrund der zweiten Halbzeit einen Punkt verdient gehabt.

Die VfL-Tore erzielte Mario Mandzukic per Kopf (24.) und per Foulelfmeter (83.). Die Nürnberger rutschten durch die Niederlage hinter die Wolfsburger und kamen vor 27.112 Zuschauern lediglich zum zwischenzeitlichen Ausgleich durch Christian Eigler (70.).

Zwei Youngster in der Startelf

Die Wolfsburger waren lange Zeit die aktivere und gefährlichere Mannschaft. Der VfL versuchte mit zwei Neulingen von Beginn an, das Spiel zu bestimmen, und erarbeitete sich insgesamt ein deutliches Übergewicht. Nur nutzten die Wolfsburger ihre Chancen nicht konsequent und mussten bis zu Mandzukics fünftem Saisontor zittern.

Mit dem 20 Jahre alten Mittelfeldspieler Yohandry Orozco und dem 19 Jahre alten Abwehrspieler Bjarne Thoelke brachte Magath zwei junge Neulinge und überraschte zudem mit dem 34-jährigen Routinier Hasan Salihamidzic als Rechtsverteidiger. "Wir sind heute eher offensiv ausgerichtet", sagte Magath dazu kurz vor dem Spiel.

Der Spielaufbau des VfL wirkte im ersten Durchgang zielstrebiger, lief erfolgreich vor allem über die rechte Seite mit Ashkan Dejagah. Der Deutsch-Iraner bereitete mit einer Flanke auch das Führungstor durch Mandzukics Kopfball vor - dabei sah FCN-Keeper Alexander Stephan allerdings nicht gut aus.

Dass der VfL nicht mehr Tore schoss, lag dann aber doch vor allem am starken Schlussmann der Franken, der etwa gegen den eingewechselten Thomas Hitzlsperger (55.) prächtig parierte. Beim Strafstoß von Mandzukic nach einem unnötigen Foul von Mike Frantz an Dejagah war er machtlos. Orozco, der zuvor noch nie eingesetzte Nachwuchsmann aus Venezuela, setzte bei seinem ersten Punktspiel für den VfL auf der linken Mittelfeldseite einige Akzente. Effektiv war das nur selten.

Magath muss die Abwehr wieder umbauen

Die gleich doppelt umgebaute Abwehr der Wolfsburger stand nur anfangs sicher. Durch die Sperren von Sotirios Kyrgiakos (Rot) und Marco Russ (5. Gelbe Karte) spielte zunächst Alexander Madlung mit Thoelke in der Innenverteidigung und zeigte bis zu seiner Auswechslung eine gute Vorstellung. Wegen Madlungs Oberschenkelverletzung kam zur Pause Jan Polak und bildete ein weiteres neues Defensiv-Duo mit dem 19 Jahre alten Neu-Profi. Und fortan wackelte die Defensive.

Die Nürnberger, bei denen der verletzte Javier Pinola (Muskelfaserriss) durch Marvin Plattenhardt ersetzt wurde, lauerten in Wolfsburg lange auf Konter, kamen aber erst spät zu gefährlichen Angriffen. Am ehesten konnte sich das Gäste-Team auf der Seite von Salihamidzic durchsetzen, der in einigen Szenen wenig souverän spielte.

Doch nach dem Ausgleich durch Eigler, der bei seinem Tor von Hasebe böse abgegrätscht wurde und prompt verletzt ausgewechselt wurde, waren die Franken plötzlich im Spiel. Vor allem Alexander Esswein hätte den Gästen drei Punkte bescheren können, doch der U 21-Nationalspieler vergab zwei glasklare Gelegenheiten (74./75.). Somit sprach in der Schlussphase nur noch wenig für Wolfsburg, doch das Elfmeter-Geschenk von Frantz brachte die Wölfe in etwas ruhigeres Fahrwasser.

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