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1. Bundesliga: Mainz verpasst in Nürnberg den Befreiungsschlag

Sechs Tore klingen zunächst mal nach einem tollen Fußball-Nachmittag, doch das Niveau beim 3:3 zwischen Nürnberg und Mainz war eher mäßig. Die Mainzer hatten das Spiel gedreht, am Ende jubelten aber eher die Gastgeber nach dem späten Ausgleich von Tomas Pekhart.

Tomas Pekhart hat dem 1. FC Nürnberg einen Punkt gegen den FSV Mainz 05 gerettet. Der tschechische U-21-Nationalspieler glich in einem torreichen und am Ende spannenden, aber keinesfalls hochklassigen Spiel in der 82. Minute zum 3:3 (2:2) aus.

In einer Partie mit vielen Ungenauigkeiten und Fehlern waren bis zum Treffer des Angreifers die Mainzer auf Siegkurs gewesen. Nach den Toren von Markus Feulner (5. Minute) und Robert Mak (19.) für die Franken hatten Niko Bungert (32.), Maxim Choupo-Moting (45.) und Andreas Ivanschitz (52.) das Blatt zunächst gewendet - bis eben Pekhart kam.

Wieder einmal reichte es für den FCN aber nicht zu einem Heimsieg, nur eines von vier Spielen zu Hause konnte gewonnen werden. Mainz verpasste es, nach Punkten mit den Franken gleichzuziehen und ist damit weiterhin seit sechs Spielen sieglos.

Feulner trifft gegen den Ex-Club

Vor 38.107 Zuschauern erwischten die Gastgeber einen perfekten Start. Nach einer Hereingabe des nach vorne sehr aktiven Timothy Chandler setzte Pekhart seine 1,94 Meter gewinnbringend im Luftduell ein und leitete den Ball per Kopf auf Feulner weiter. Der Mittelfeldakteur traf erstmals in der Bundesliga seit dem 19. Mai 2007 - damals noch für Mainz beim 2:5 gegen Bayern München. Nach einem Ballverlust der Gäste schalteten die Franken beim 2:0 schnell um, am Ende des Konters legte Feulner für Mak auf. Der Slowake, der wie Almog Cohen und Albert Bunjaku im Vergleich zur Niederlage in Mönchengladbach neu in die Startelf gekommen war, verbuchte seinen ersten Saisontreffer in der Liga.

Danach durften in einer ersten Spielhälfte bei bestem Fußball-Wetter die Mainzer zur Abwechslung jubeln. Nach einem langen Freistoß von Ivanschitz nutzte Bungert das Durcheinander in Nürnbergs Hintermannschaft und verkürzte mit dem Kopf auf 1:2. Noch vor dem Seitenwechsel stimmte die Zuordnung in der Club-Abwehr wieder nicht - diesmal nach einem Eckball. Choupo-Moting freute sich als ehemaliger FCN-Kicker über den von ihm erzielten 2:2-Pausenstand.

Gute Woche für Ivanschitz

Auch nach dem Seitenwechsel ging es mit Nachlässigkeiten im Defensivverbund weiter. Nach einer abgefälschten Flanke des früheren Nürnbergers Marcel Risse konnte Ivanschitz, der wie Jan Kirchhoff im Vergleich zur Niederlage gegen Meister Dortmund neu ins Team gekommen war und in der kommenden Woche mal wieder in Österreichs Nationalmannschaft mitwirken darf, mit einem Kopfball Club-Torhüter Alexander Stephan überwinden.

Wie die Nürnberger Offensivbemühungen bis zur packenden Schlussphase aussahen, sagte auch ein Blick auf die Statistik. In der 78. Minute gab es den ersten Eckball für die Nürnberger - gegen Bremen hatte es in dieser Bilanz vor zwei Wochen noch 13:0 gelautet. Nach einem Freistoß von Feulner (80.) hatten einige Fans dennoch den Torjubel auf den Lippen - den durften sie zwei Minuten später nach Pekharts drittem Saisontor zum Ausgleich dann rauslassen. Am Ende war sogar noch der Sieg möglich.

sportal.de / sportal

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