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1. Bundesliga: Medien - Hertha verpflichtet Otto Rehhagel

Mit dem jungen Markus Babbel hatte sich Herthas Sportdirektor Michael Preetz überworfen, mit dem deutlich erfahreneren Michael Skibbe klappte es sportlich nicht, nun kann den Berlinern offenbar nur noch einer helfen: der 73-jährige Otto Rehhagel. Offenbar war Rudi Guttendorf nicht verfügbar.

Nach übereinstimmenden Angaben von sportbild.de, bild.de und rbb-online.de wird Otto Rehhagel neuer Trainer bei Hertha BSC Berlin. Er soll dem Club eine mündliche Zusage gegeben haben, die Nachfolge des entlassenen Michael Skibbe anzutreten. Der 73-Jährige soll am Sonntag offiziell vorgestellt werden und einen Vertrag bis zum Saisonende erhalten.

Im Spiel gegen Spitzenreiter Borussia Dortmund sitzen aber noch René Tretschok und Ante Covic auf der Hertha-Trainerbank. Die derzeitigen Interimstrainer sollen Rehhagel assistieren. Bei einer Sitzung sei das Trainer-Modell dem Hertha-Präsidium vorgestellt und abgesegnet worden. "Das ist grandios", kommentierte Hoffenheims Trainer Markus Babbel bei Sky die Entwicklung. "Ich habe unter ihm trainiert. Das war sehr lehrreich." Babbel war Ende des Jahres bei Hertha entlassen worden und durch Skibbe ersetzt werden.

Hertha-Spieler sollen bereits Bescheid wissen

Laut sportbild.de hat Manager Michael Preetz die Mannschaft informiert, dass Rehhagel das Team bis zum Saisonende betreut. Am Donnerstag seien Club-Manager Michael Preetz und Hertha-Präsident Werner Gegenbauer zu einem "Geheimtreffen" mit dem langjährigen Bundesliga-Coach nach Essen gereist, hatte es bei bild.de geheißen.

Preetz hatte eine längerfristige Trainerlösung angestrebt. Die Rehhagel-Variante könnte darauf hindeuten, dass seine Wunschkandidaten nicht zur Verfügung stehen. Bisher waren Krassimir Balakov und Christian Gross als Skibbe-Nachfolger im Gespräch. Skibbe war nach fünf Niederlagen und nur 52 Tagen bei Hertha entlassen worden.

Rehhagel kehrt an alte Wirkungsstätte zurück

Rehhagel hatte sich nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2010 als Nationaltrainer Griechenlands verabschiedet, wollte aber von der "Fußball-Rente" selbst nichts wissen. In Griechenland hatten sie dem Coach 2004 nach dem sensationellen EM-Titel sogar ein Denkmal gebaut.

Der frühere Hertha-Verteidiger Rehhagel (1963-1966) arbeitete zuletzt vor zwölf Jahren bei Kaiserslautern in der Bundesliga. Seine erfolgreichste Zeit erlebte er bei Werder Bremen, wo er je zwei deutsche Meisterschaften und Pokalgewinne feierte.

sportal.de / sportal

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