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1. Bundesliga: Wolfsburg gegen Mönchengladbach endet torlos

Borussia Mönchengladbach konnte den großen Schritten des Namensvetters aus Dortmund nicht folgen und spielte in Wolfsburg nur 0:0. Dabei waren die Wölfe dem siebten Heimsieg in Folge gegen Gladbach näher, als die Gäste dem Auswärtserfolg.

Borussia Mönchengladbach kann beim VfL Wolfsburg einfach nicht gewinnen. Der Champions-League-Aspirant kam am 20. Spieltag der Bundesliga nicht über ein torloses Unentschieden in Wolfsburg hinaus und wartet weiter auf den ersten Sieg seit fast 14 Jahren in der VW-Stadt.

Kein Durchkommen gegen Gladbachs Abwehr

Vor 30.000 Zuschauern waren die im Winter mit acht Spielern wieder einmal neu formierten Wolfsburger vor allem im zweiten Durchgang ihrem siebten Heimsieg in Serie gegen Gladbach sogar näher. Gegen die stärkste Abwehr der Liga gab es aber kaum einmal ein Durchkommen.

Durch das 0:0 bleiben die Borussen, die in der ersten Halbzeit ihre Überlegenheit nicht nutzen konnten, mit nun 40 Zählern auf Platz vier. Angesichts der Europapokal-Hoffnungen der Wolfsburger war der Punkt für das Team von Trainer Felix Magath fast zu wenig. Mit 24 Punkten verharrt der Meister von 2009 im Mittelfeld.

Hanke-Tor zählte nicht 

Die Borussen steckten einen kurzfristigen Ausfall in der Defensive zunächst gut weg. Innenverteidiger Martin Stranzl musste mit Grippe und Schüttelfrost im Hotel bleiben, wurde durch Roel Brouwers indes gewohnt solide ersetzt. Aus der stärksten Bundesliga-Abwehr mit bislang nur zwölf Gegentoren heraus zog Gladbach von Beginn an sein kombinationsstarkes Angriffsspiel auf und war klar spielbestimmend.

Das zuletzt so gefürchtete Angriffsspektakel der Borussia blieb gegen eine ebenfalls solide Wolfsburger Abwehr aber aus. Erste vielversprechende Angriffe schlossen die Rheinländer unkonzentriert ab. Zudem wurde ein Tor von Mike Hanke wegen vermeintlichen Abseits nicht gegeben (36. Minute). Trotz der von Gladbach überlegen geführten erste Hälfte, zeigten auch die Niedersachsen eines ihrer besseren Spiele.

Polter statt Mandzukic

Etwas überraschend gab Wolfsburgs Trainer Felix Magath Youngster Sebastian Polter den Vorzug vor seinem Top-Torjäger Mario Mandzukic. "Das letzte Spiel von ihm war nicht so gut", begründete Magath im Sky-Interview vor dem Spiel. Ibrahim Sissoko von der Elfenbeinküste verhalf er zudem zum Bundesligadebüt. Der Angreifer war bereits der 36. Spieler, der in dieser Saison das VfL-Trikot trug: Ligarekord.

Gefährlicher wurde Wolfsburg aber erst nach der Pause, als Magath Sissoko wieder gegen Mandzukic austauschte. Felipe Lopes köpfte zunächst knapp über das Tor (53.), kurz darauf rettete Gladbach-Keeper Marc-André ter Stegen gegen Josué (54.). Das Spiel im Allgemeinen und Wolfsburg im Besonderen nahmen Fahrt auf.

Reus vergibt Großchance

Möglicherweise geweckt durch die Chancen der Niedersachsen erspielten sich auch die Gäste nun hochkarätige Möglichkeiten. Roman Neustädter (56.) scheiterte an Wolfsburgs Torhüter Diego Benaglio und der diesmal blasse Marco Reus (69.) an sich selbst. Allein auf Benaglio zulaufend vergab der zuletzt so bärenstarke Jungstar viel zu leichtfertig, als er den Ball über den Torhüter heben wollte, aber nicht richtig traf. Wolfsburg versuchte noch einmal alles, klare Torchancen blieben bis zum Ende auf beiden Seiten aber aus.

sportal.de / sportal

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