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2. Bundesliga: Union Berlin triumphiert im Ostderby

Union Berlin hat dem Erzrivalen Energie Cottbus die erste Saisonniederlage zugefügt. 1860 München servierte Sandhausen ab und festigte den Platz in der Tabellenspitze.

In einem heißen Ostderby hat der 1. FC Union dem FC Energie Cottbus die erste Saisonniederlage zugefügt. Die Berliner setzten sich am Samstag in der 2. Fußball-Bundesliga in einem heftig umkämpften Match mit 3:1 (1:1) durch. Die Tore für die Unioner, die mit sieben Punkten in der englischen Woche auf Tabellenplatz elf sprangen, erzielten Simon Terodde (34. Minute), Christopher Quiring (55.) und Björn Jopek (90.+2).

Für die Gäste traf vor 16.750 Zuschauern in der ausverkauften "Alten Försterei" Daniel Adlung (50.). Boubacar Sanogo scheiterte mit einem Foulelfmeter an Union-Torwart Daniel Haas (71.). Der Berliner Fabian Schönheim (70./Notbremse) und der Cottbuser Adlung (76./Schiedsrichterbeleidigung) sahen die Rote Karte. Energie bleibt mit weiter 17 Punkten zunächst auf Rang zwei.

Mit dem Selbstbewusstsein von sieben Partien ohne Niederlage bestimmten zunächst die fußballerisch reifer wirkenden Gäste die Partie, spielten aber insgesamt nicht konsequent genug. Die Berliner bissen sich mit viel Willen und Kampf immer mehr in die Partie. Der agile Quiring konnte mehrmals erst in letzter Sekunde gestellt werden, belohnte sich und sein Team später mit dem 2:1. Das Offensivspiel der Cottbuser litt merklich unter dem Ausfall von Liga-Topscorer Marco Stiepermann (Bänderverletzung im Knie). Beide Teams spielten bis zuletzt mit offenem Visier - der junge Jopek machte in der Nachspielzeit für Union alles klar.

Der TSV 1860 München hat sich mit einer Tor-Gala auf den dritten Platz geschossen. Die "Löwen" feierten beim 4:0 (3:0) gegen Aufsteiger SV Sandhausen ihren höchsten Saisonsieg. Vor mehr als 20.000 Zuschauern erzielten Daniel Halfar (10. Minute), Moritz Stoppelkamp (20.), Daniel Bierofka (24.) und Benjamin Lauth (46.) die Tore für die haushoch überlegenen Gastgeber.

Wenige Tage vor dem offiziellen Wiesn-Besuch trafen die Münchner gegen den völlig überforderten Klassen-Neuling schon früh zum ersten Mal. Halfar traf präzise aus spitzem Winkel. Zehn Minuten später servierte die herausragende Offensivkraft dann perfekt für Stoppelkamp, der nur noch einnicken musste. Beim 3:0 nutzte Bierofka den meterweiten Platz auf der entblößten linken Abwehrseite der Gäste.

Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff kam dann auch Lauth, der nach zwei Minuten eine 100-prozentige Chance ausgelassen hatte, zu seinem Tor. In der Schlussphase mühte sich Sandhausen um Schadensbegrenzung, die Sechziger schalteten einen Gang zurück.

tis/DPA / DPA

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