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Arturo Vidal: Abschied von Bayer - Gespräche mit "Juve"

Glaubt man den italienischen Sportzeitungen, ist der Wechsel Arturo Vidals zu Juventus Turin schon so gut wie perfekt. Laut Vereinsgeschäftsführer Holzhäuser gebe es allerdings noch andere interessierte Vereine. Auch Jupp Heynckes wirbt öffentlich um den chilenischen Nationalspieler.

Der Abschied des chilenischen Nationalspielers Arturo Vidal von Bayer Leverkusen wird immer wahrscheinlicher. Vor allem der italienische Erstligist Juventus Turin wirbt um den 24-jährigen Mittelfeldspieler. "Wir haben Gespräche mit Juventus geführt", bestätigte Wolfgang Holzhäuser, Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa.

Für italienische Sportzeitungen ist der Wechsel schon so gut wie perfekt. "Vidals Transfer ist nur noch eine Frage von Stunden", titelte "Tuttosport". Die "Corriere dello Sport" schrieb: "Juve, Vidal kommt!" Wie Vereinsgeschäftsführer Holzhäuser mitteilte, gibt es noch andere ausländische Vereine, die den im Viertelfinale gegen Venezuela (1:2) bei der Copa America mit Chile ausgeschiedenen Vidal verpflichten wollen. Dazu soll auch der englische Premier-League-Club FC Chelsea sowie Inter Mailand und AC Mailand gehören. "Weitere Namen will ich nicht nennen", so Holzhäuser.

Ablösesumme von 15 Millionen Euro

Bayer 04 soll für den noch bis 2012 unter Vertrag stehenden Chilenen eine Ablösesumme von 15 Millionen Euro fordern. Die volle Summe würde im Fall eines Wechsels aber nicht in die Kasse des Werksvereins fließen. Vidals ehemaliger Club Colo-Colo aus Chile wäre mit 30 Prozent am Verkaufserlös beteiligt. "Wir haben keine Not, ihn abzugeben", sagte Holzhäuser.

Dass auch Bayern Münchens Trainer Jupp Heynckes weiterhin um ein Engagement von Vidal kämpft, wird in Leverkusen nach wie vor kühl aufgenommen. Bisher hat Bayer den Wechsel des Mittelfeldspielers zu einem anderen Bundesligaverein kategorisch ausgeschlossen. "Es ist erstaunlich, dass Jupp Heynckes offen um einen Spieler von uns wirbt, den wir nicht abgeben wollen", sagte Holzhäuser. "Da mögen sich andere Leute ein Bild von machen."

hw/DPA / DPA

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