HOME

BUNDESLIGA: »So darf sich der FC Bayern nicht präsentieren«

Mit harter Kritik hat Uli Hoeneß die Spieler des FC Bayern München kurz vor Saisonende in die Pflicht genommen und der Konkurrenz für die kommende Spielzeit den Kampf angesagt.

Mit harter Kritik hat Uli Hoeneß die Spieler des FC Bayern München kurz vor Saisonende in die Pflicht genommen und der Konkurrenz für die kommende Spielzeit den Kampf angesagt. »So wie wir im Moment Fußball spielen, darf man Bayern München einfach nicht präsentieren«, sagte der Manager des Fußball-Rekordmeisters in der Fernsehsendung »Blickpunkt Sport« des Bayerischen Rundfunks. Sollte sich der Verein nicht für die Champions League qualifizieren, drohe ein Umsatzverlust von bis zu 25 Millionen Euro, ein Fünftel des Saisonetats. Dann müssten auch die Spieler finanzielle Einbußen hinnehmen, sagte Hoeneß.

»Die Alten müssen wieder hungrig sein«

Gleichzeitig gab der Manager die Marschrichtung für die kommende Saison aus. »Nächstes Jahr gibt es nur eines, Bayern München wird wieder deutscher Meister, daran müssen wir arbeiten«, kündigte er an. Für dieses Ziel sei es nicht notwendig, viele neue Spieler zu holen, sondern »die alten müssen wieder hungrig sein. Forza Bayern, das ist das Ziel für die neue Saison.«

»Lügen uns selbst in die Tasche«

In der laufenden Spielzeit müsse unbedingt Platz drei geschafft werden. Die Partie gegen Hertha BSC am Samstag ist für Hoeneß daher ein »absolutes Endspiel«. »Wir müssen gegen Hertha gewinnen, um den dritten Platz zu zementieren«, sagte der 50-Jährige. Für den FC Bayern sei es eine »Katastrophe« abwarten zu müssen, dass andere Mannschaften verlieren. »Wir lügen uns selbst in die Tasche, wir haben in letzter Zeit gute Ergebnisse erzielt, aber ganz selten wirklich überzeugend gespielt«, grantelte der Manager.

Hoeneß widersprach Berichten, er habe nach der dürftigen Vorstellung beim 2:1 in Nürnberg am vergangenen Samstag »rumgebrüllt«. Allerdings verlange er von den Spielern weniger Bequemlichkeit und mehr Laufbereitschaft. Ausdrücklich widersprach er Spekulationen, Trainer Ottmar Hitzfeld werde ein Jahr pausieren. »Das ist der größte Blödsinn überhaupt, das ist ein Mann im besten Alter, der ist gesund, der braucht Erfolgserlebnisse.«

»Hut ab vor Leverkusen«

Hoeneß gratulierte Tabellenführer Bayer 04 Leverkusen praktisch schon zur Meisterschaft. »Ich habe hohen Respekt vor der Leistung. Die haben dieses Jahr besser gearbeitet als wir, da muss ich den Hut ziehen«, sagte der Manager. Im Bemühen um ein Engagement von Leverkusens brasilianischen Star Zé Roberto, glaubt Hoeneß gute Karten zu haben. »In zwei drei Wochen will er sich melden, wohin der Trend geht. Ich habe keine schlechte Hoffnung, dass er sich für uns entscheidet«, sagte er. Die Bemühungen um den Kölner Hanno Balitsch hätte der FC Bayern hingegen eingestellt.

Wissenscommunity