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Bundesliga im stern-Check: Warum der Schein beim BVB trügt

Dank eines bärenstarken Michy Batshuayi ist der BVB weiter auf Champions-League-Kurs, dem Saisonziel. Unter Stöger bleiben die Dortmunder ungeschlagen. Doch die gute Bilanz täuscht über eklatante Probleme der Mannschaft hinweg.

Rettete dem BVB mal wieder den Allerwertesten in der Bundesliga: Winterneuzugang Michy Batshuayi (mit Ball)

Rettete dem BVB in der Bundesliga mal wieder den Allerwertesten: Winterneuzugang Michy Batshuayi (mit Ball)

DPA

So liefen die Spiele

Hier finden Sie alle Ergebnisse, Tabellen und Highlights im Überblick.

Aufreger des Spieltags

Das letzte Spiel des Wochenendes war auch mit Abstand das aufregendste. Der BVB führte zweimal, kassierte zweimal den Ausgleich und kam zweimal dank Michy Batshuayi zurück. Das 3:2 fiel in der vierten Minute der Nachspielzeit. Erneut rettete der Belgier Dortmund den Allerwertesten. Saisonziel Champions-League-Platz gehalten, unter Stöger weiter ungeschlagen - also alles im Soll beim BVB? Könnte man meinen. Doch gegen Frankfurt wurde erneut deutlich: Der BVB spielt nicht wirklich besser, als in der katastrophalen Hinrunde, die Trainer Peter Bosz den Job kostete. Einziger Unterschied: das berühmte Quäntchen Glück. Spiele, die in der Hinserie noch verloren gingen, enden nun Unentschieden oder - wie gegen Frankfurt - mit einem knappen Zittersieg. Das sieht tabellarisch gut aus, täuscht aber über tiefgreifende Probleme des Teams hinweg. Die Defensive ist weiterhin zu anfällig und weil Weigl nach Verletzung noch nicht zu seiner Form zurückgefunden hat, fehlt es auf der Schlüsselposition vor der Abwehr an einem fähigen Aufbauspieler, einem, der das Spiel ordnet und lenkt. Da nützt auch die starbesetzte Offensive nicht viel. International wurde und wird das diese Saison gnadenlos bestraft, in der Liga reicht es noch (!) für Rang drei. 

Gewinner des Spieltags

Davor setzt sich dank eines Arbeitssieges gegen Mainz FC Schalke 04 fest. Königsblau spielt zwar auch nicht überragend, fährt aber mit einer bärenstarken Konstanz Dreier ein. Erstmals seit 2014 darf man in Gelsenkirchen wieder von Europas großer Fußballbühne träumen, der Champions League. 

Verlierer des Spieltags

Der gesamte Liga-Keller wird diesen Spieltag zum großen Verlierer. Vier der letzten Sechs haben bereits gespielt, keiner konnte gewinnen, , Mainz und Wolfsburg haben verloren. Das Problem: Am Montag spielen noch Bremen und Köln gegeneinander und können davon profitieren. Werder kann einen Riesenschritt gen Nichtabstieg machen, Köln kann die Resthoffnung am Leben halten und erstmals seit dem dritten Spieltag die rote Laterne an den HSV abgeben.

Dieses Tor sollten Sie (noch einmal) sehen

Auch mit 34 Jahren noch zu flink für die HSV-Abwehr: Franck Ribery

Auch mit 34 Jahren noch zu flink für die HSV-Abwehr: Franck Ribery

Getty Images

Der alte Mann und das Tor - Franck Ribery kann es noch immer. Gegen den HSV nahm der Franzose den Ball rund 40 Meter vom Tor entfernt an der Außenlinie an, umkurvte die halbe Hintermannschaft der Nordlichter und schlenzte gekonnt ins lange Eck. Sehr sehenswerter Treffer.

Bild des Tages

Nachdem sich der HSV von den Bayern verhauen ließ, setzten die Anhänger des Noch-Dinos einen traurigen Tiefpunkt unter ihre geschmacklosen Aktionen der letzten Wochen. Auf dem Trainingsgelände in Hamburg stellten Unbekannte Grabkreuze auf und schrieben auf ein Banner: "Eure Zeit ist abgelaufen. Wir kriegen Euch alle!" Die Polizei ermittelt wegen Bedrohung.

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