HOME

Stern Logo Bundesliga

FCB-Legenden: Uli Hoeneß und Paul Breitner – wie eine Männerfreundschaft zerbrach

Uli Hoeneß und Paul Breitner waren Fußballkollegen und wurden Freunde und enge Weggefährten. Jetzt scheint die Männerfreundschaft an einem kritischen Punkt angelangt. Dabei fing alles so harmonisch an, wie diese Bilder belegen.

Uli Hoeneß (l.) und Paul Breitner beim EM-Finale 1972

Uli Hoeneß und Paul Breitner kennen sich also schon lange, 52 Jahre um genau zu sein. Zu Beginn ihrer Karrieren waren sie enge Freunde, wohnten sogar zusammen in einer WG im Münchner Osten. Den ersten großen Titel mit der Nationalmannschaft holen Hoeneß (l.) und Breitner (daneben) 1972 bei der Europameisterschaft.

Picture Alliance

Der FC Bayern München hat Paul Breitner auf der Ehrentribüne in der Allianz Arena zur Persona non grata erklärt. "Es gab einen Anruf von Herrn Dreesen, mir werde von Uli Hoeneß nahegelegt, mich auf absehbare Zeit nicht im Ehrengast-Bereich blicken zu lassen", sagte Breitner der "Bild" über ein Telefonat mit Bayern-Vorstandsmitglied Christian Dreesen. "Ich habe ihm gesagt: Damit habe ich ohnehin gerechnet. Und ich möchte den einen oder anderen im Moment sowieso nicht sehen."

Hoeneß schmeckte offenbar Breitners öffentliche und sehr deutliche Kritik am Auftreten der Bayern-Bosse nicht. Der pensionierte Flügelverteidiger hatte sich zuletzt über die Wut-Pressekonferenz von Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge aufgeregt und Hoeneß direkt kritisiert: "Was den Uli angeht: Ich verstehe vieles nicht, was dort passiert ist. Karl-Heinz kommt vorbereitet da rein, bringt das Grundgesetz vor, und zehn Minuten später tritt der neben ihm dieses Grundgesetz – und das schon seit einem halben Jahr – mit Füßen", hatte Breitner im Interview gesagt.

Der aktuelle ist nicht der erste Krach der beiden. Schon mehrfach kriselte es in der langen Männerfreundschaft, die in den 70er-Jahren während der gemeinsamen Zeit beim FC Bayern und in der Nationalmannschaft begann. Hoeneß und Breitner wurden 1972 und 1974 zusammen Europa- und Weltmeister. Ebenfalls gewannen sie gemeinsam den Europapokal der Landesmeister und mehrere Meisterschaften. Im Team-Hotel bei der Nationalmannschaft sollen sie sich sogar stets ein Zimmer geteilt haben.

Klicken Sie sich durch die Fotostrecke für die einzelnen Stationen ihrer Freundschaft.

Thomas Müller, Joshua Kimmich und Franck Ribéry vom FC Bayern München gehen mit gesenkten Köpfen vom Platz


fin mit Agentur / DPA

Wissenscommunity