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Fußball: Verwirrspiel um neuen HSV-Trainer

Verwirrung um den neuen Trainer beim HSV. Der Holländer Bert van Marwijk hat in einem Interview seinen Wechsel nach Hamburg angekündigt. Doch nun ist plötzlich wieder von einem Konkurrenten die Rede.

Um die Nachfolge von Trainer Thorsten Fink beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV herrscht Verwirrung. Die Hamburger sollen derzeit mit dem Schweizer Trainer Christian Gross über ein mögliches Engagement verhandeln. Nach Informationen des TV-Senders Sky ist HSV-Sportchef Oliver Kreuzer am Sonntagmorgen nach Zürich geflogen, um sich mit Gross zu treffen.

Wenige Stunden zuvor hatte der Niederländer Bert van Marwijk im Fernsehen seines Landes verkündet, er habe sich mit dem HSV auf einen Vertrag geeinigt. Der HSV bestätigte das nicht. "Wir sind mit ihm im Gespräch und mehr gibt es jetzt dazu nicht zu sagen", erklärte HSV-Mediendirektor Jörn Wolf am Sonntag über die Kontakte zu van Marwijk.

Van Marwijk bestätigt Wechsel

In einem Interview mit dem niederländischen TV-Sender NOS erweckte van Marwijk den Eindruck, als ob sein Engagement an der Elbe längst beschlossene Sache sei. "Das ist ein großartiger Club mit einer gewaltigen Tradition", so der Trainer. Der HSV habe sich von Anfang an sehr stark um ihn bemüht. "Vor ein paar Tagen haben wir zusammengesessen und uns ausgetauscht. Das hat schließlich zu einer Einigung geführt", sagte der frühere Bondscoach der niederländischen Fußball-Nationalmannschaft.

Nach NOS-Informationen soll van Marwijk in Hamburg in den kommenden Tagen einen Zweijahresvertrag unterschreiben. Er träte bei den Norddeutschen die Nachfolge von Thorsten Fink an.

Wiedersehen mit van der Vaart

"Im Moment präsentiert sich der HSV weit unter den Erwartungen. Auf der einen Seite wird es deshalb eine große Herausforderung, auf der anderen Seite aber auch sehr schwer", sagte van Marwijk, der nach dem Vorrunden-Aus bei der Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine als Bondscoach zurückgetreten war und seitdem ohne Job war.

In Hamburg würde van Marwijk in Rafael van der Vaart auf einen Landsmann treffen. Kontakt mit dem HSV-Kapitän habe er aber noch nicht aufgenommen, sagte van Marwijk. "Ich halte nichts davon, schon im Vorfeld Dinge zu besprechen. Ich begegne ihm beim HSV jetzt oft genug. Ich kenne ihn sehr gut und er mich", sagte van Marwijk. Im Oranje-Team war das Verhältnis zwischen beiden nicht immer einfach, van der Vaart musste unter van Marwijk öfters auf der Bank Platz nehmen.

ins/DPA / DPA

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