HOME

Stern Logo Bundesliga

"Das ist nicht unser echtes Gesicht": Die Euphorie im Keim erstickt: So erklären die HSV-Stars ihre Auftaktniederlage

Vor ausverkauftem Haus wollte der HSV am Freitagabend eine neue Ära einläuten. Junge Spieler, große Ambitionen - die Fans freuten sich auf das erste Spiel in Liga zwei. Doch dann kam alles anders. 

HSV Holstein Kiel

Lewis Holtby hat den HSV gegen Holstein Kiel als Kapitän aufs Feld geführt. 

Picture Alliance

"Dies ist die Geschichte eines Vereins, der fällt. Aber wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung - auf geht's HSV!", stand auf einem Banner, den die Fans in der Nordkurve befestigt hatten. Nach dem bitteren Abstieg im Mai war die Hoffnung groß, die Zweite Bundesliga könnte dem HSV endlich den langersehnten Neuanfang bringen. Spieler und Fans standen zusammen, der Klub konnte steigende Mitgliederzahlen verzeichnen. Es fehlte eigentlich nur noch ein fulminanter Sieg im ersten Saisonspiel in Liga zwei. 

HSV verliert gegen Holstein Kiel: Die Stimmen zum Spiel

Doch dann kam Holstein Kiel, der HSV wirkte fahrig, nervös, leistete sich nach drei vergebenen Großchancen immer mehr Patzer. Das Endergebnis: 0:3. Die Kieler feierten, die HSV-Fans waren gefrustet. "Dieses Ergebnis ist schwer in Worte zu fassen", sagte der für Aaron Hunt eingesprungene Kapitän Lewis Holtby und versuchte es dann doch. "Wir haben gut begonnen und müssen in Führung gehen. Anschließend haben wir mit zunehmenden Spielverlauf aber nicht mehr als Mannschaft gespielt. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen, haben zu viele falsche Entscheidungen getroffen und und zu viele Fehlpässe erlaubt. Wir haben heute als Kollektiv versagt. Das war über 60 bis 70 Minuten viel, viel zu wenig und nicht unser echtes Gesicht", erklärte Holtby. "Wir werden das Spiel analysieren, hart arbeiten und den Mund halten. Und ins Sandhausen unser echtes Gesicht zeigen."

Christian Titz tun die HSV-Fans Leid

"Wir wollten weiterhin von hinten herausspielen, aber haben zu viele Fehler gemacht. Zudem haben wir zu viele Konter gefangen. Da wird es einige Szenen geben, die wir morgen vernünftig analysieren müssen", sagte Neuzugang Khaled Narey, der selber einige gute Chancen im Spiel hatte. 

"Mir tut es heute auch für unsere Zuschauer Leid, die uns so tatkräftig unterstützt haben. Auch wenn wir heute verloren haben, weiß ich es sehr zu schätzen, wie sehr wir auch nach der Niederlage noch unterstützt wurde", sagte HSV-Trainer Christian Titz auf der anschließenden Pressekonferenz. "Ich glaube, sinnbildlich in dem Spiel war, dass wir drei Gegentore bekommen haben und eigentlich jedes Mal im Defensivverhalten in Überzahl waren."

Für die HSV-Mannschaft gilt nun, die Niederlage aufzuarbeiten, die Fehler zu analysieren und nächste Woche gegen Sandhausen zu beweisen, dass sie zu Recht als Favoriten in die zweite Bundesliga gegangen sind. 

Ein Kommentar - Zwei Meinungen: Braucht der HSV den Abstieg? Hier streiten sich zwei Fußball-Fans
ls

Wissenscommunity