Champions League "Zum Glück ist Didi wieder fit"


Sowohl Chelsea als auch Liverpool glauben vor dem zweiten Halbfinale fest an den Einzug ins Endspiel der Fußball-Königsklasse. Während Chelsea auf die Erfolgssträhne setzt, glaubt Liverpool fest and Dietmar Hartmann.

Der FC Liverpool und der FC Chelsea London kämpfen heute um den Einzug Champions-League-Finale. Entsprechend hoch kochen die Emotionen auf beiden Seiten. "Das ist das wichtigste Spiel meines Lebens. Wir brauchen elf Gladiatoren auf dem Platz und die Fans müssen uns so laut unterstützen, dass das Dach wegfliegt", forderte etwa Liverpools Kapitän Steven Gerrard vor dem zweiten Halbfinal-Duell mit dem FC Chelsea. Zwar gilt der frisch gebackene englische Meister aus London trotz des mageren Hinspiel-0:0 als Favorit, doch der spanische Coach von Liverpool, Rafael Benitez, peilt nach dem Uefa-Cup-Titel mit dem FC Valencia nun den Triumph mit den Reds an.

"Warum sollen wir nicht gewinnen können? Chelsea hat zwar das teuerste Team der Welt, steht aber unter dem großen Druck, dass es Trophäen gewinnen muss", sagte Benitez, der sich in der Außenseiterrolle pudelwohl fühlt. Zwar muss er den gesperrten Xabi Alonso ersetzen, doch zum Glück ist Dietmar Hamann rechtzeitig fit geworden. Der von einem Innenbandriss genesene deutsche Nationalspieler gab am Samstag beim ersten Einsatz seit dem 20. März gegen Middlesbrough (1:1) sein Comeback und gilt wegen seiner großen Erfahrung als Hoffnungsträger in der Schlüsselrolle im defensiven Mittelfeld. "Zum Glück ist Didi wieder fit. Er wird uns führen und Halt geben", glaubt Gerrard. Hamann selbst sagte dem TV-Sender Sat.1: "Die Chancen stehen 50:50, auch wenn sie sich vielleicht ein kleines bisschen zu unseren Gunsten gedreht haben."

Zusätzlicher Anreiz durch Uefa-Ankündigung

Einen zusätzlichen Anreiz erfuhr das Team von der Anfield Road durch ein Johansson-Interview mit der BBC. Sollte Liverpool die "Königsklasse" gewinnen, die Meisterschaft aber nicht unter den Top Vier beenden, will die UEFA darüber nachdenken, sowohl dem englischen Rekordmeister als auch dem Spitzenquartett den Champions-League-Start zu ermöglichen. "Wenn es die Möglichkeit einer Ausnahme für den Titelverteidiger gibt, könnte es einen zusätzlichen Platz geben", sagte Johansson. Die Entscheidung müsse vom Exekutivkomitee des europäischen Verbandes getroffen werden.

Geht es nach dem Favoriten, braucht sich die Uefa über dieses Thema keine Gedanken zu machen. "Wir kommen als Meister, werden entsprechend selbstbewusst auftreten und kommen weiter. Wir haben schon zwei Titel geholt und wollen mit der Champions League drei daraus machen", sagte Kapitän John Terry. Und er ergänzte: "Wir haben den FC Barcelona und Bayern München geschlagen. Damit haben wir bewiesen, dass wir gegen große Mannschaften bestehen können." Dem frisch gebackenen englischen Meister aus London genügt ohnehin jedes Unentschieden außer ein 0:0 zum Erreichen des Finales am 25. Mai in Istanbul.

Entsprechend sicher gibt sich auch José Mourinho, der nach dem FC Porto nun Chelsea zum Titelgewinn führen will. "99,9 Prozent der Liverpool-Fans glauben, sie seien schon im Finale. Aber das sind sie nicht. Ich mag diese Ausgangslage sehr und bin sicher, dass wir ins Finale kommen", so der Erfolgscoach. "Im Vorjahr mit Porto haben wir auch daheim 0:0 gegen La Coruna gespielt und sind weitergekommen. Vertraut mir: Wir schaffen es." Auch Nationalspieler Robert Huth, der wohl erneut nur auf der Bank sitzen wird, baut nach acht Auswärtssiegen in Serie auf die eigene Stärke: "Wir brauchen ein 1:1 und holen es auch".

Thomas Prüfer/Dominik Lauck/DPA DPA

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