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Champions League: Chelsea wirft Barcelona beim 2 -2 aus der Champions League

Chelsea lag 0:2 hinten, war nach Platzverweis in Unterzahl. Doch dann kam Bosingwa. Erst kassierte er die dritte Gelbe Karte, fehlt im Finale gesperrt, seinem Team ebnete er aber trotzdem den Weg dahin. Barca nutzte seine Überzahl nicht, Messi verschoss einen Elfmeter und Torres zerstörte den Traum von Barcas Titelverteidigung. 

Es bleibt dabei: Keine Mannschaft kann den Champions League-Titel verteidigen. Der Versuch des FC Barcelona endete im Halbfinal-Rückspiel beim 2:2 im heimischem Camp Nou gegen den FC Chelsea, für den José Bosingwa zum heimlichen Matchwinner avanciert. Erst durch eine Verletzung von Gary Cahill ins Team gerutscht, hatte es gar nicht gut für ihn begonnen. Sergio Busquets (35.) und Andres Iniesta (43.) hatten Barca bereits mit 2:0 in Führung gebracht.

Zu allem Überfluss hatte sich der Portugiese nach dem zweiten Gegentor wegen Meckern seine dritte Gelbe Karte im Wettbewerb abgeholt und fehlt im Finale damit gesperrt. Doch damit beschäftigte er sich nicht allzu sehr. Wenige Minuten später brachte er (45.) mit einem traumhaften Heber Chelsea wieder auf 2:1 heran.

Lionel Messi verschoss für das drückend überlegene Barca gegen die nach der Roten Karte gegen John Terry in Unterzahl spielenden Blues einen Elfmeter, ehe der eingewechselte Fernando Torres in der Nachspielzeit den Endstand markierte. Chelsea steht im Finale, aber wird dort auf die gesperrten Raul Meireles, Terry und Bosingwa verzichten müssen. 

Barca drückend überlegen, aber abschlussschwach

Chelsea hatte wie im Hinspiel von Beginn an Beton angerührt, überließ Barca den Ball und die Kontrolle des Spiels. Die Katalanen dominierten, drückten die Briten tief in die eigene Hälfte und erspielten sich mit ihrem schnellen Kombinationsspiel Chance um Chance, allerdings kaum wirklich klare. Die besten hatte Messi. Nach schönem Doppelpass mit Alexis Sanchez erst nur das Außennetz, später scheiterte der Argentinier nach Hackentrick von Cesc Fabregas an einer Fußabwehr von Petr Cech.

Bis auf wenige Ausnahmen nach langen Abschlägen ihres Torhüters fand Chelsea in der gegnerischen Hälfte kaum statt, die wenigen Abschlüsse von Didier Drogba konnten die Hintermannschaft Barcelonas, in der Piqué nach einem Zusammenprall mit dem eigenen Keeper verletzt für Dani Alves hatte weichen müssen, nicht gefährden.

Barca führt, Terry fliegt, Bosingwa trifft

Ihre eigene Abschlussschwäche überwand Barca dann zehn Minuten vor Ende der ersten Hälfte. Chelseas Abwehr, in der Gary Cahill bereits in der 13. Minute verletzt gegen José Bosingwa hatte ausgetauscht werden müssen, konnte nach einer Xavi-Ecke den Ball nicht klären, über Alves und Issac Cuenca kam der Ball an den Füfmeterraum zu Busquets, der zum 1:0 abschloss. Für Chelsea kam es noch dicker. Erst sah Terry nach einem unsinnigen Tritt gegen Sanchez Rot, dann erhöhte Barca auf 2:0. Messi hatte Iniesta geschickt, der Ramires davon lief und aus 13 Metern vollstreckte.

Bosigwa sah im Anschluss wegen Meckerns die dritte Gelbe Karte, die ihn im Finale pausieren ließe, schwang sich aber in der Schlussphase der ersten Hälfte zusammen mit Frank Lampard zu einem Geniestreich auf. Einen tollen Pass des Mittelfeldspielers nahm Bosingwa auf und hob ihn über Victor Valdes zum überraschenden 1:2-Anschlusstreffer in Tor, der den Engländern die Tür zum Finale wieder ganz weit aufstieß.

Barca scheitert, Torres macht alles klar

Kurz nach Wiederanpfiff schien diese abrupt wieder zuzufallen, denn nach einem Foul von Drogba an Fabregas im Strafraum, entschied Schiedsrichter Cüneyt Cakir auf Elfmeter, den Messi allerdings an die Latte schoss und damit die Entscheidung vertagte. Chelsea verteidigte trotz Unterzahl weiter mit Mann und Maus, brachte Barca damit an den Rand der Verzweiflung und hielt den knappen Rückstand.

Cech parierte mehrfach glänzend, Ramires blockte einen gefährlichen Schuss und wenn alles nichts half, dann war da ja auch noch der Pfosten, der Messi aus 17 Metern nach beherztem Schuss im Weg stand. Und dann machte Torres nach einem Befreiungsschlag der eigenen Abwehr alles klar. Alleine vor Valdes umkurvte er den Keeper und schob zum 2:2 ins leere Tor ein und versank in der Jubeltraube der Chelsea-Spieler.

Malte Asmus

sportal.de / sportal

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