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Champions League: Lyon, Arsenal, Benfica, Plzen und Borisov sind qualifiziert

Kazan schafft nur ein Remis gegen Lyon, Benfica gewinnt verdient gegen Enschede, während BATE Borisov gegen Graz in die Gruppenphase einzog. Arsenal schaffte dafür die Qualifikation in Italien. Der dänische Vertreter FC Kopenhagen verpasste das Wunder von Plzen.

Am zweiten Rückspieltag der Champion League-Qualifikation kam Kazan gegen Lyon zu spät in Fahrt. Udine führte zunächst, kam aber dennoch nicht weiter. Sturm Graz verlor ein mäßiges Spiel gegen Borisov. Zeitgleich musste sich Kopenhagen Plzen auch im Rückspiel geschlagen geben, obwohl man relativ früh in Führung gegangen war. In Portugal lieferte Benfica eine Gala ab und zog verdient in die Gruppenphase ein.

Rubin Kazan gegen Olympique Lyon 1:1

Lyon konnte sich ein gutes Polster verschaffen und ging mit einem 3:1-Erfolg ins Rückspiel gegen Rubin Kazan. Die Russen begannen im Zentralstadion erwartet offensiv, während OL sich voll und ganz auf die Defensivarbeit beschränkte und nur gelegentlich durch Konter vor das Tor von Kazan kam. Bis zur Halbzeit war das Spiel von Taktik geprägt und die ideenlosen Russen bissen sich an tiefstehenden Franzosen die Zähne aus.

In der zweiten Spielhälfte kamen beide Mannschaften einem Tor näher. Bafetimbi Gomis und Lisandro López scheiterten jeweils kurz vor der Linie, auf der anderen Seite wurde Hugo Lloris von Aleksey Medvedev zu einer Parade gezwungen. Fast im Anschluss konnte Kazan die letztlich verdiente Führung erzielen. Bebars Natcho brachte die Russen in der 77. Minute mit einem satten Rechtsschuss in Führung. Doch die Freude hielt nur kurz, denn drei Minuten vor Schluss glich Bakary Koné per Kopfball aus. Das Spiel brauchte knappe 70 Minuten bis es in die Gänge kam, doch die Schlussphase hatte es in sich. Es blieb beim 1:1 und somit freut sich Lyon auf die Champions League.

Udinese Calcio gegen Arsenal London 1:2

Arsenal hatte im Hinspiel die Null zu Hause halten können und dank Theo Walcotts Treffer in der Anfangsphase Udine mit 1:0 bezwungen. Im Rückspiel im Stadio Friuli spielten beide Mannschaften sehr offensiv und erarbeiteten sich einige Chancen. Vor allem Arsenal spielte engagierter als noch im Hinspiel eine Woche zuvor. Doch der erste Treffer gelang den Hausherren. Nach einer Flanke von Kwadwo Asamoah stand Antonio Di Natale viel zu frei im Sechzehner der Londoner und köpfte den Ball zum 1:0 unhaltbar für Wojciech Szczesny ins Tor. Zur Halbzeit war Arsenals Hinspielvorsprung egalisiert.

Zehn Minuten nach Wiederanpfiff ließen die Italiener Gervinho zuviel Platz. Der Neu-Londoner driebbelte in den Strafraum, passte zuück zu Robin van Persie, der den Ball in die Maschen hämmerte. Udine fehlten nun zwei Tore um die Gruppenphase zu erreichen. Keine vier Minuten später trat Antonio Di Natale nach einem Handspiel zum Elfmeter an, schoss hart und auch nicht unplatziert ins linke Eck, doch Szczesny war zur Stelle und parierte. Udine war daraufhin sichtlich geschockt. Arsenal wurde hingegen stärker und konnte nach knapp 70 Minuten durch Theo Walcott das 2:1 erzielen. Dabei blieb es auch und Arsenal schaffte die wichtige Qualifikation für die Champions League-Gruppenphase.

Viktoria Plzen gegen FC Kopenhagen 2:1

Die beste Ausgangslage vor den Rückspielen hatte Viktoria Plzen durch den 3:1-Sieg in Kopenhagen. Für die Dänen ging es darum, ein kleines Wunder zu schaffen. Und nach einem munteren Beginn, machte Kopenhagen den ersten Schritt und heizte das Spiel an: In der 32. Minute bekam Christian Bolanos den Ball am rechten Strafraumeck und erzielte von dort aus die 1:0-Führung. Kopenhagen hatte seine Chance gewittert und erhöhte den Druck. Doch bis zur Pause wurde es nichts mehr mit dem zweiten Treffer.

In der zweiten Hälfte waren es dann die Tschechen, die trafen. Plzen konnte durch Marek Bakos in der 68. Minute den Ausgleich erzielen. Kopenhagen ließ bis dahin den erwarteten Sturmlauf vermissen und schien eher zu resignieren. Der kam erst in den letzten zehn Minuten. Doch weil die Dänen hinten aufmachten, schaffte Plzens Michal Duris (90.) nach einem Konter sogar noch das 2:1. Viktoria Plzen darf sich auf die erste Teilnahme in der Königsklasse freuen.

SK Sturm Graz gegen BATE Borisov 0:2

BATE Borisov lag im Hinspiel sehr früh zurück. Erst nach einer Stunde gelang der Ausgleich und hielt den Weißrussen alle Chancen gegen Sturm Graz offen. Und diese Chancen nutzen die Osteuropäer. Nach 36. Minuten brachte Aleksandr Volodko Borisov in Führung. Ansonsten geschah in der ersten Halbzeit nicht viel.

Die zweite Hälfte begann träge und der erste Höhepunkt entschied die Partie: Marko Simic konnte eine Dmitriy-Baga-Flanke per Kopfball zum 2:0 ins Tor befördern (69.). Weitere Höhepunkte sahen die Zuschauer in Graz nicht mehr, so blieb es beim 0:2, durch das Borisov verdient in der Gruppenphase steht.

Benfica Lissabon gegen Twente Enschede 3:1

Nach einer frühen Führung, war Enschede im Hinspiel erst kurz vor Schluss zum Ausgleichstreffer getroffen und hatte sich durch das 2:2 einen leichten Vorteil geschaffen. Im Estádio da Luz hatte dann Benfica mehr vom Spiel. Die Belgier kamen nicht durch die Abwehr der kompakt stehenden Portugiesen, die wiederum viele gute Möglichkeiten ausließen. Zwar langte Lissabon das 0:0, aber zur Halbzeit wäre mehr drin gewesen.

Direkt nach dem Wiederanpfiff schaffte Axel Witsel dann doch die verdiente Führung – und das durch einen sehenswerten Fallrückzieher. Damit war der Knoten geplatzt: Nach einer Ecke nickte Benfica-Kapitän Luisao zum 2:0 ein. In der 65. lief Witsel auf und davon und schob den Ball zum 3:0 ins Netz. Für Enschede war das Unterfangen Champions League zu diesem Zeitpunkt vorbei. Den Ehrentreffer konnte Bryan Ruiz per Kopf markieren (85.). Mehr war für die Niederländer nicht zu holen. Auf Benfica darf man sich auch in der Champions League freuen.

Tobi Becker

sportal.de / sportal

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