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Champions League: Schwache "Knappen" verlieren beim PSV

Das Comeback des FC Schalke 04 auf der Champions-League-Bühne ist gründlich missraten. Der Vizemeister unterlag beim niederländischen Titelträger PSV Eindhoven mit 0:1.

1414 Tage nach dem letzten Auftritt in der "Königsklasse" verlor der Fußball-Bundesligist beim niederländischen Meister PSV Eindhoven nach sehr schwacher Vorstellung verdient mit 0:1 (0:1) und kassierte die erste Pflichtspiel-Niederlage der Saison. Damit legten die Schalker wie schon in ihrer bisher einzigen Champions League - Spielzeit vor vier Jahren einen glatten Fehlstart hin.

Jan Venneggor of Hesselink (33.) erzielte vor 35.000 Zuschauer im Philips-Stadion den entscheidenden Treffer für das neuformierte PSV-Team, dem eine allenfalls durchschnittliche Leistung zum Sieg genügte. Ausgerechnet im nächsten Spiel in der Gruppe E am 28. September gegen den italienischen Renommierclub AC Mailand steht der deutsche Vizemeister somit schon mächtig unter Druck.

Ohne Punkte nach Hause

"Es ist unglaublich ärgerlich, ohne Punkte nach Hause zu fahren. Wenn man in der Champions League nicht sofort da ist, wird man bestraft. Es war nicht notwendig zu verlieren", meinte Kapitän Ebbe Sand verärgert.

Tatsächlich lief beim Bundesliga-Vierten in Eindhoven über lange Zeit wenig zusammen. Erst in der zweiten Halbzeit legten die Schalker ihre Nervosität ab. Vor allem die von Trainer Ralf Rangnick vorgenommene Umstellung in der Deckung machte sich negativ bemerkbar. Er ließ den formschwachen Zlatan Bajramovic auf der Bank und gab dem 20 Jahre alten Brasilianer Rafinha erstmals von Beginn an eine Chance auf der rechten Abwehrseite, Hamit Altintop rückte auf die für ihn ungewohnte linke Position. Doch beide hatten ihre große Mühe mit den schnellen PSV-Außen Jefferson Farfan aus Peru und DaMarcus Beasley aus Amerika. Zudem mussten die Schalker auf den schwer verletzten Nationalspieler Gerald Asamoah verzichten.

Es gab Torchancen

Beide Mannschaften kamen nur schwer ins Spiel. Erst nach einer Viertelstunde erarbeitete sich der Champions League - Halbfinalist der vergangenen Saison ein Übergewicht und erspielten sich einige Torchancen. Bei einem Heber von Timmy Simons (16.) hatte Schalke-Torhüter Frank Rost einige Mühe. Drei Minuten später musste er gegen Beasley eingreifen. Die einzige Torchance der Gäste vor der Pause besaß Kevin Kuranyi (25.), der nach einem Freistoß von Lincoln kurz vor dem Tor den Ball nicht traf.

Beim Gegentor sah die Deckung der Schalker einmal mehr schlecht aus. Vennegoor of Hesselink (33.) kam nach dem Eckball durch Beasley völlig frei zum Kopfball. Fünf Minuten später prüfte Beasley Torwart Rost noch einmal mit einem Freistoß, Philip Cocu (41.) verpasste das Schalker Tor mit seinem 20-m-Schuss nur knapp.

Beeindruckender Kopfball von Ebbe Sand

Nach dem Wechsel knüpften die Schalker zunächst an die schwache Vorstellung aus der ersten Halbzeit an. Erst nach einer Viertelstunde besannen sie sich und machten mehr Druck, während Eindhoven sich auf Halten des Ergebnisses begnügte. Doch außer einem Kopfball von Ebbe Sand (60.) und einem gefährlichen 25-m-Schuss von Altintop brachten die Gäste keine gefährlichen Aktionen zustande. Am Ende hatten sie noch Glück, nicht noch höher verloren zu haben. Schalkes Keeper Rost rettete fünf Minuten vor dem Abpfiff bei einem PSV-Konter gegen den völlig freistehenden Ibrahim Afellay. Den Gelsenkirchenern fehlte die Durchschlagskraft, um sich noch den wichtigen Punkt und Selbstvertrauen zu holen.

Ulli Brünger/DPA / DPA

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