Confed-Cup Stadien AWD-Arena in Hannover


Bei der WM 1974 in Deutschland verzauberten die Niederländer und Brasilianer die Hannoveraner Fußballfans. Die Südamerikaner geben sich jetzt bei der Mini-WM wieder die Ehre in der niedersächsichen Landeshauptstadt.

Auf den Kriegstrümmern der Hannoverschen Innenstadt, auf 2,3 Millionen Kubikmetern Schutt, wurde das Stadion in Hannover einst errichtet. Als die Arena 1954 eingeweiht wurde, trug sie den stolzen Namen Niedersachsenstadion und war mit 75.000 Plätzen die zweitgrößte deutsche Spielstätte nach dem Berliner Olympiastadion. Seither erlebte sie kaum ein Jahr ohne ein Länderspiel und bei der Fußball-WM 1974 zeigten dort Brasilianer und Niederländer ihr Können.

Für die WM 2006 wurde das Stadion für 65 Millionen Euro umgebaut und mit der Neueröffnung am Sonntag (23. Januar) hat die "AWD-Arena" in Hannover nun nur noch 45.500 Plätze. Während der Weltmeisterschaft müssen die Embleme des Finanzdienstleisters und Sponsors von Hannover 96 allerdings aus der FIFA-Spielstätte verschwinden.

Beim Umbau trug man drei von vier Tribünenbereichen ab und errichtete sie neu. Verschwinden musste auch das alte Dach der Westtribüne. Dafür erhielt das ganze Tribünenrund eine neue, zum Teil transparente Überdachung. Sogar das Spielfeld rutsche beim Umbau sieben Meter nach Westen.

Neu sind nun auch Rasenheizung, Spielertunnel, Umkleidebereiche, Treppenhäuser der Tribünen, das elektronische Zutrittskontrollsystem und die 1.200 Plätze für bessere Herrschaften im VIP-Bereich der Osttribüne. Den gemeinen Stadionbesucher führt die Neueröffnung zudem ins Zeitalter der Chipkarte. Ob Bratwurst, Bier oder Brezel - in der hannoverschen Arena kann man nur noch mit zuvor erworbenem Plastikgeld zahlen.

AWD-Arena im Internet:

www.awd-arena.de

AP AP

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