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Fragen zum EM-Finale: Kann Italien Casillas erneut überwinden?

Am Abend kämpfen Spanien und Italien um die EM-Krone. Die Finalisten trafen sich schon in der Gruppenphase. Spanien kassierte dabei sein einziges Gegentor. Vorteil Italien? Fünf Fragen vor dem Finale.

Von Klaus Bellstedt, Kiew

Spanien gegen Italien: Es ist das logische Endspiel der EM 2012. Beide Mannschaften spielten sich auf ganz unterschiedliche Weise ins Finale. Spanien im Roboter-Stil, mit einem System, das auf totalem Ballbesitz basiert. Der Welt- und Europameister glänzte selten, aber das Team war fast schon brutal effektiv. Man hatte nie das Gefühl, dass Alonso und Co. auch mal als Verlierer vom Platz gehen könnten.

Das Spiel der Italiener ist hübscher anzuschauen. Die Azzurri können wunderbar verteidigen, kombinieren – und schöne Tore erzielen. Mit Andrea Pirlo haben sie dazu den besten Spieler des Turniers in ihren Reihen. Italien strahlt bisher mehr als Spanien. Aber bleibt das auch so? Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten zum Spiel.

1. Wie lief das Gruppenspiel zwischen den beiden Teams?

Die Voraussetzungen für ein erstklassiges Finale könnten kaum besser sein, denn das erste Aufeinandertreffen von Spanien und Italien im Turnier war das beste Vorrundenspiel. Zum Auftakt der Gruppe C wurden die Fans verwöhnt. Ohne ihre taktischen Vorgaben zu vernachlässigen, begegneten sich die Teams in Danzig mit offenem Visier. Die zweikampf- und defensivstarke Squadra Azzurra dämmte das Kombinationsspiel der nur optisch überlegenen Spanier im ersten Durchgang meist erfolgreich ein und war das gefährlichere Team. Mit Schwung kam der Titelverteidiger aus der Kabine, steckte den zu diesem Zeitpunkt überraschenden Rückstand schnell weg und war am Ende dem Sieg näher. In einer intensiven Partie auf höchstem Niveau blieb es bis zum Schluss beim 1:1. Den beiden Toren von di Natale und Fabregas gingen jeweils herrliche Pässe von Pirlo und Silva voraus. Wir können uns auf ein Spektakel freuen.

2. Spielt Spanien wieder ohne "echten Neuner"?

Davon kann man ausgehen. Das einmalige Experiment mit Àlvaro Negredo als klassischem Stürmer bewährte sich nicht und Fernando Torres konnte bei seinen Einsätzen ebenfalls nicht wirklich überzeugen. Spätestens seit dem souverän verwandelten und entscheidenden Elfer gegen die Portugiesen hat sich stattdessen Cesc Fabregas seinen Startplatz gesichert. Der "falsche Neuner" hatte ja auch schon beim ersten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften das 1:1 erzielt. Fabregas beherrscht diese Zwischenrolle perfekt. Erst wenn die Spanier ein Tor bräuchten, kämen die Super-Joker wie Torres oder Pedro zum Einsatz. Wohl dem, der solche Spieler in der Hinterhand hat.

3. Spielt Italiens Defensive wieder mit Dreierkette?

Es war die Überraschung des Turniers: Taktikgott Cesare Prandelli stellte im ersten Gruppenspiel gegen Spanien von der gewohnten Viererkette auf eine Dreierkette um. Der Coup erwies sich gegen die passsicheren Iberer als goldrichtig. Der besondere Kniff war dabei, Daniele de Rossi zum freien Mann in der Mitte zu befördern und im Rückzugsverhalten die Dreier- zur Fünferkette zu machen. Danach stelle Prandelli aber wieder um und er wird wohl auch im Finale wie beim Sieg über die DFB-Auswahl auf das bewährte 4-3-1-2-System setzen. In der Abwehr kehrt aller Voraussicht nach Ignazio Abate nach überstandenen Muskelproblemen im Oberschenkel auf die rechte Seite zurück. Apropos Aufstellung: Auch Italiens neuer Held Mario Balotelli steht bereitet. Beim Stürmer war nach seiner Gala-Vorstellung gegen Deutschland eine Zerrung befürchtet worden, es waren aber nur Krämpfe. Auch Balotellis kongenialer Partner Antonio Cassano ist gegen Spanien dabei. Er hatte sich gegen Deutschland leicht das Knie verdreht. "Doch das ist jetzt in Ordnung, wir werden ihn im Finale gegen Spanien sehen", erklärte Italiens Teamarzt am Tag vor dem großen Finale.

4. Welches Team ist psychologisch im Vorteil?

Ganz klar Italien! Niemand hatte diese Mannschaft vorher auf dem Schirm. Zumindest nicht als Finalteilnehmer. Seit dem 1:1 gegen Spanien in der Gruppenphase ist das Team mental noch stabiler geworden – weil Pirlo und Co. mindestens ebenbürtig waren und etwas schafften, was keinem Team bei der EM in 90 Minuten gelang: ein Tor gegen Iker Casillas. Der Wettskandal und viele andere Schwierigkeiten haben die Spieler kurioserweise stärker gemacht. Die Italiener sind im Laufe des Turniers zu einer verschworenen Einheit zusammengewachsen. Sie können nur gewinnen. Der verdiente 2:1-Erfolg im Halbfinale gegen Deutschland hat dem viermaligen Weltmeister nun noch mehr Schwung gegeben. Spanien kann dagegen aus dem mühevoll erkämpften 4:2 im Elfmeterschießen gegen Portugal kaum zusätzliches Selbstvertrauen schöpfen. Xavi und Alonso, die beiden wichtigsten Akteure, wirken mental müde. Auch die Kritik an der monotonen Roboterspielweise nervt die Mannschaft. Hinzu kommt der Erwartungsdruck. Zuhause träumen sie schon vom Titel-Triple. Das kann schon mal lähmen.

5. Und die Statistik?

Spätestens nach der Niederlage der deutschen Nationalelf gegen Italien weiß jeder, dass Statistiken eben doch ihren Wert haben – und aussagekräftig sind. Die Vergangenheit spricht auch in diesem Duell für Italien. Die Azzurri haben insgesamt eine leicht positive Bilanz gegen die Iberer (Zehn italienische Siege stehen acht spanische gegenüber bei 12 Unentschieden). Und sie sind bei großen Turnieren - ähnlich wie gegen Deutschland - gar in sieben Vergleichen ungeschlagen - zumindest wenn man die reine Spielzeit betrachtet. So gelang es Spanien nur ein einziges Mal Italien aus dem Wettbewerb zu schmeißen; im Viertelfinale der EM 2008 durch Elfmeterschießen. Auch Cesare Prandelli hat als Trainer gegen den Finalgegner von Kiew eine makellose Bilanz: Im August 2011 schlug Italien unter seiner Führung die Spanier mit 2:1.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(