EM-Qualifikation England bleibt nur die Hoffnung

Die Insel steht unter Schock: Nach der Niederlage gegen Russland ist die EM-Qualifikation für das Mutterland des Fußballs ernsthaft in Gefahr. Jetzt bleibt England nur die Hoffnung, dass die Russen gegen Andorra und Israel patzen.

Nach fünf 3:0-Siegen in Serie mussten sich die Briten am Mittwochabend in Moskau unerwartet Gastgeber Russland mit 1:2 (1:0) geschlagen geben und sind nun auf Schützenhilfe angewiesen. Denn hinter dem diesmal spielfreien Spitzenreiter Kroatien (26 Punkte) liegt England (23) in der Gruppe E zwar weiterhin noch auf Platz zwei, hat aber ein Spiel mehr bestritten als die Russen (21). Diese halten nun die besseren Karten in der Hand und können mit Siegen in Israel und Andorra aus eigener Kraft zur EM kommen.

Nach dem wohl folgenschweren Rückschlag war bei den Engländern der Jammer groß. "Wir haben das Spiel im Griff gehabt. Ich hätte nicht im Traum gedacht, dass wir verlieren würden. Nun aber sind wir in einer schlechten Position. Wir haben es nicht mehr in der eigenen Hand", stellte Trainer Steve McClaren deprimiert fest. Im Fall des Scheiterns dürfte der ohnehin umstrittene Coach nicht im Amt zu halten sein. Dagegen durfte Matchwinner Roman Pawlitschenko jubeln: "Wir haben jetzt eine perfekte Chance, denn wir können es aus eigener Kraft schaffen. In Israel - das wird das Schlüsselspiel."

Auf Kunstrasen gescheitert

Auf Kunstrasen im Luschniki-Stadion brachte Wayne Rooney das erneut ohne der verletzten Superstar David Beckham angetretene Fußball-Mutterland in der 29. Minute zwar in Führung. Doch nach der Pause drehte der eingewechselte Pawlitschenko per Doppelschlag die Partie zu Gunsten der Osteuropäer. Erst verwandelte er in der 69. Minute einen allerdings unberechtigten Foulelfmeter, dann staubte er aus Nahdistanz zum Siegtor ab (73.). Auch drei eingewechselte Offensiv-Kräfte schafften danach den Umschwung nicht mehr für die Engländer, die nun nur noch ein Heimspiel gegen Kroatien bestreiten.

Ihre Chance gewahrt haben Portugal und Serbien. Durch ein mühevolles 2:1 (0:0) in Almaty gegen Kasachstan behauptete der EM-Gastgeber von 2004 aus Portugal Platz zwei in der Gruppe A. Makulula (82.) und Ronaldo (90.) erlösten mit ihren Treffern die Portugiesen, die mit 23 Zählern hinter dem spielfreien Spitzenreiter Polen (24), aber vor Serbien und Finnland (je 20) rangieren. Während die Finnen am Mittwoch pausierten, gewann Serbien 6:1 (4:1) in Aserbaidschan.

DPA DPA

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