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EM-Qualifikation: Schläger attackieren Vogts bei Pressekonferenz

Erst verlor seine Mannschaft das EM-Qualifikationsspiel gegen Kasachstan, dann wurde Aserbaidschans Trainer Berti Vogts auf einer Pressekonferenz von drei Männern attackiert. Vogts erstattete Anzeige, Bundestrainer Joachim Löw zeigt sich irritiert von dem Zwischenfall.

Mächtig Aufregung im Vorfeld des EM-Qualifikationsspiels zwischen Aserbaidschan und Deutschland: Berti Vogts, Trainer der aserbaidschanischen Auswahl, wurde auf einer Pressekonferenz in Baku tätlich angegriffen. Laut Zeitungsberichten soll Vogts von drei Personen attackiert worden sein, bevor Ordnungskräfte Schlimmeres verhindern konnten. "Aus Liebe zum Verband" wolle er seinen Job jedoch weiter ausüben, so Vogts, der den Verdacht äußerte, es habe sich um "bezahlte Schläger" gehandelt. Aserbaidschan hatte am Freitag sein EM-Quali-Spiel in Kasachstan mit 1:2 verloren.

Löw fassungslos: "Ein No-Go"

Auch Bundestrainer Joachim Löw zeigte sich irritiert ob der Nachricht vom Angriff auf den Coach-Kollegen. "Das ist unmöglich. Das ist ein No-Go, dass jemand tätlich attackiert wird - unabhängig von Niederlage oder Blamage", sagte Löw.

Er habe in den vergangenen Wochen zwar keinen Kontakt zum früheren Bundestrainer gehabt. Dennoch lobte Löw die Arbeit von Vogts in Aserbaidschan. Der Außenseiter der Gruppe A habe mit dem Erfolg gegen die Türkei bereits einen "fantastischen Sieg" errungen.

Auch Abwehrspieler Mats Hummels reagierte erschrocken auf die Nachricht aus Baku. "Da kann man nur komplett ohne Verständnis dafür sein. Auch wenn es um viel geht, ist es nur ein Spiel. Wenn man die Entwicklung sieht, auch die jüngsten Vorfälle in der Bundesliga, dann muss man das am besten sofort stoppen, damit es nicht noch einmal vorkommt", sagte der Dortmunder.

ins/DPA / DPA

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