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Europa League: Augsburg siegt souverän, Schalke strauchelt

In der Liga läuft es nicht, in der Europa-League um so besser: Der FC Augsburg hat gegen AZ Alkmaar ein deutliches Zeichen gesetzt. Nun ist das Weiterkommen drin. Der FC Schalke tut sich dagegen schwer.

Zwei Spieler des FC Augsburg bejubeln ein Tor gegen AZ Alkmaar

Hatten vier Mal Grund zum Jubeln: Raul Bobadilla (l) and Philipp Max vom FC Augsburg

Mit einem Dreierpack hat Kraftpaket Raul Bobadilla den FC Augsburg zum zweiten Sieg in der Fußball-Europa-League geschossen und dem Bundesliga-Letzten gute Chancen auf die K.o.-Runde eröffnet. Die Treffer des Paraguayers (24./33./74. Minute) sowie ein Tor von Dong-Won Ji (66.) bescherten den Schwaben am Donnerstag ein 4:1 (2:1) über AZ Alkmaar. Nach dem zweiten Erfolg gegen die Niederländer, für die nur Vincent Janssen (45.+1) traf, kann Augsburg in den letzten Spielen der Gruppe L gegen Bilbao und in Belgrad das internationale Überwintern sicherstellen. Zugleich schöpfte die Elf von Trainer Markus Weinzierl Mut für die Aufgaben in der Liga.

Die Augsburger präsentierten sich im zweiten Heimspiel ihrer Europacup-Geschichte dominant, mussten zwischenzeitlich aber auch das Glück bemühen, als die Holländer gleich mehrere Großchancen zum Ausgleich vergaben. Im Gegensatz zu vielen Partien dieser mäßigen Saison aber stimmte diesmal nur beim FCA die Chancenauswertung. Die meisten der 21 241 Zuschauer waren verzückt - auch wenn am Sonntag (17.30 Uhr) für das Tabellenschlusslicht der Fußball-Bundesliga das noch wichtigere Punktspiel gegen Werder Bremen ansteht.

Bobadilla im Fokus

Bobadilla arbeitete sich schnell in den Fokus der Partie. Mit einem brachialen Freistoßtreffer ins linke Eck brachte der 28-Jährige Weinzierls Team in Führung, nachdem der Offensivakteur noch im jüngsten Europapokal-Heimspiel gegen Belgrad zahlreiche Chancen teils leichtfertig vergeben und die vermeidbare 1:3-Niederlage entscheidend mit zu verantworten hatte. Diesmal dagegen stimmte die Ausbeute, zumal der Stürmer nach etwas mehr als einer halben Stunde sogleich nachlegte: Aus 20 Metern schoss er unbedrängt zum schnellen 2:0 ein, kurz vor Schluss dann gar noch zum 4:1. Für Bobadilla waren es die Europapokaltreffer zehn bis zwölf seiner Karriere.

Die scheinbar sichere 2:0-Führung brachte ein bisschen Ruhe ins Spiel des FCA, in dessen Reihen sich auch Caiuby immer wieder als Antreiber in Szene setzen konnte. Erst ein Fehler von Innenverteidiger Christoph Janker, der in Abwesenheit von Jeong-Ho Hong (Bänderriss im Sprunggelenk) und Jan-Ingwer Callsen-Bracker (Rückenprobleme) sein Europapokal-Debüt für die Augsburger feierte, brachte die Holländer Sekunden vor der Pause zurück ins Spiel. Einen langen Ball von Derrick Luckassen unterschätzte der frühere Hoffenheimer, Janssen nutzte die Unaufmerksamkeit und überwand Torwart Marwin Hitz.

4:1 statt 2:2

Das Tor entfachte einen Hallo-wach-Effekt bei den Niederländern. Jeffrey Gouweleeuw (53.) und Alireza Jahanbakhsh (60.) donnerten den Ball jeweils an die Latte, Janssen (57.) zog aus 14 Metern freistehend ab und zwang Hitz zu einer starken Parade. Der 28 Jahre alte Schweizer hatte bereits beim 1:0-Sieg im Hinspiel in Alkmaar vor zwei Wochen großen Anteil an den drei Schwaben-Punkten gehabt.

Die Niederländer waren dem 2:2 nahe, doch die Tore machten wieder die Augsburger: Ji traf mitten in Alkmaars starke Phase zum 3:1, ehe Bobadilla eine knappe Viertelstunde vor Schluss sogar noch den vierten Treffer nachlegte. Kurz darauf, als alles entschieden war, wurde der Mann des Tages unter dem Jubel der FCA-Fans ausgewechselt.

Sparta Prag - FC Schalke 04 1:1

Der FC Schalke 04 steckt weiter in der Ergebniskrise - den vorzeitigen Einzug in die K.o.-Phase der Europa League hat Königsblau verpasst. Bei Sparta Prag kam der Fußball-Bundesligist am Donnerstagabend nur zu einem schmeichelhaften 1:1 (1:1). Im fünften Spiel in Serie ohne Sieg konnte die Auswahl von Trainer André Breitenreiter angesichts einer mäßigen Leistung kein Selbstvertrauen für das Revierderby am Sonntag bei Borussia Dortmund tanken.

Das Erreichen der Zwischenrunde im Europapokal kann aber aus eigener Kraft im nächsten Heimspiel gegen APOEL Nikosia am 26. November gelingen. David Lafata hatte Sparta in der 6. Minute vor 17 352 Zuschauern in Führung gebracht. Johannes Geis erzielte in der 20. Minute per umstrittenem Foulelfmeter den Ausgleich, durch den Schalke die Tabellenführung in der Gruppe K vor den Tschechen verteidigte.

Matip mit Hexenschuss

Nach dem Ausfall von Kapitän Benedikt Höwedes wegen eines Handbruchs musste Breitenreiter auch auf Joel Matip in der Innenverteidigung verzichten. Diagnose: Hexenschuss. Roman Neustädter und Kaan Ayhan bildeten die zentrale Defensive. Nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Aufsteiger Ingolstadt kamen zudem Pierre-Emile Højbjerg, Eric Maxim Choupo-Moting und Geis in die Mannschaft. Offensivspieler, wie die spät eingewechselten Franco Di Santo und Max Meyer, blieben hingegen erst draußen - oder wurden sie etwa für das Derby geschont?

Sparta-Coach Stanislav Hejkal nahm im Vergleich zum 2:2 im Hinspiel - als die Schalker Sieglos-Serie begann - nur einen Wechsel vor. Kapitän Lafata kehrte zurück. Und das zahlte sich aus. Costa (4.) hatte kurz zuvor noch eine Hereingabe verpasst. Lafata köpfte kurz darauf von Højbjerg halbherzig bedrängt zur Führung ein. Die Prager bestätigten die Führung mit druckvollem Spiel - Schalke fand nicht recht in die Partie.

Als sich Königsblau dem Strafraum näherte, sorgte ein Pfiff von Schiedsrichter Carlos Gomez für Entsetzen der Tschechen. Leon Goretzka hatte bei Costas leichtem Rempler vor seinem Sturz eher eingefädelt. Geis nutzte die Elfmeterchance zum Ausgleich. Der Treffer gab S04 Auftrieb. Doch im Spielaufbau haperte es immer wieder, wie bei Geis' Fehlpass, der Lukas Marecek (28.) eine Schusschance ermöglichte.

Remis könnte reichen

Die zweite Halbzeit begann mit einer weiteren guten Chance für Sparta. Den Schuss von Borek Dockal (51.) konnte S04-Schlussmann Ralf Fährmann per Fuß abwehren. Immerhin: Auch Schalke hatte nun seine Möglichkeiten. Ein Schuss von Goretzka (54.) landete auf der Torlatte. Später bot sich ihm noch eine gute Kopfballchance (81.). Akzente für eine engagierte Schlussphase bot aber kein Team. Das Remis dürfte letztlich gerade Schalke für die nächste Runde reichen.

tkr/Michael Heitmann/Manuel Schwarz und Martin Moravec / DPA

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Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?