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Er soll Kfz-Steuer zahlen: Zoll kann Ex-Werder-Star Arnautovic nicht finden

Posse um Ex-Werder-Profi Marko Arnautovic: In seiner Zeit in Deutschland soll der Österreicher keine Kfz-Steuer gezahlt haben. Der deutsche Zoll schafft es aber nicht, den Bescheid zuzustellen.

Marko Arnautovic wechselte vor rund zwei Jahren von Werder Bremen zu Stoke City in England. Dort scheint er unerreichbar für den deutschen Zoll.

Marko Arnautovic wechselte vor rund zwei Jahren von Werder Bremen zu Stoke City in England. Dort scheint er unerreichbar für den deutschen Zoll.

Wie kann das sein? Fußballprofis stehen im Fokus der Öffentlichkeit, werden fast schon auf Schritt und Tritt überwacht. Und trotzdem schafft es der deutsche Zoll nicht, einem Profikicker im Ausland einen Bescheid zuzustellen. Was unglaublich klingt, ist nun offenbar geschehen, berichtet "Bild". Betroffen ist ausgerechnet einer, der sich in seiner Zeit bei Werder Bremen einen Ruf als Entfant terrible erworben hat: Marko Arnautovic.

Der österreichische Nationalspieler steht inzwischen in Diensten von Stoke City, einem Traditionsverein aus der englischen Provinz, der durchaus respektabel im gesicherten Mittelfeld der Premier League zuhause ist. Das ist allgemein bekannt. Und auch der Sitz des Vereins ist kein Geheimnis: Britannia Stadium, Stanley Matthews Way, Stoke-on-Trent, England. Womöglich hätte man ja zumindest bei Arnautovics Arbeitgeber die Privatadresse ermitteln können. Doch dazu war der deutsche Zoll offenbar nicht in der Lage. Und deshalb griff die Behörde zum Mittel der sogenannten "Öffentlichen Zustellung", was nichts anderes ist als ein öffentlicher Aushang der Steuerforderung.

"Ganze Fußballwelt weiß, wo Arnautovic kickt"

"Der Aushang ist nur ein Mittel, um die Steuerschuld bekanntzugeben und den Betroffenen zu erreichen, sofern diesbezüglich keine andere Möglichkeit besteht", wird ein Sprecher des zuständigen Hauptzollamts Bremen zitiert. Bleibt der Bescheid zwei Wochen lang hängen, gilt er als zugestellt. Dann kann das Geld eingetrieben werden. Ob das besser klappt als die Zustellung des Bescheids?

Arnautovics deutscher Anwalt reagierte amüsiert auf die Nachricht: "Die ganze Fußballwelt weiß, wo Marko Arnautovic seit gut zwei Jahren kickt. Aber der deutsche Zoll ist eben blind und schaut wahrscheinlich nur in seine eigene Suppenschüssel", so Udo Würz zu "Bild". Ganz nebenbei seien die Forderungen der deutschen Behörden grundlos. Arnautovic habe vor anderthalb Jahren seinen Wagen abgemeldet und bis dahin die Kfz-Steuer gezahlt.

dho

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