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FC Bayern München: Ballack greift Hoeneß an

Vor dem wichtigen Champions League-Spiel gegen Celtic Glasgow wehrt sich Michael Ballack gegen Vorwürfe von Bayern-Manager Uli Hoeneß, er sei nicht topfit. Hoeneß dagegen sieht keine Probleme im Verhältnis zum Nationalspieler.

Fußball-Nationalspieler Michael Ballack hat sich über Aussagen von Uli Hoeneß zu seiner angeblich schlechten Fitness öffentlich beschwert. "Wenn man aber permanent sagt, ich könne nicht laufen, liegt Hoeneß in seiner Wortwahl gehörig daneben", sagte der Mittelfeldmann des FC Bayern München in einem Interview dem "kicker": "Ich bin topfit." Der Bayern-Manager hatte im "ZDF-Sportstudio" am Samstag Ballacks läuferische Fähigkeiten nach den Beanspruchungen der vergangenen Wochen in Frage gestellt. "Hoeneß sagt nun, dass ich nicht laufen kann. Ich kann diese Aussage nicht nachvollziehen", so Ballack.

Wichtiges Spiel in Glasgow

Gerade vor dem wichtigen Spiel in der Champions League am Dienstag bei Celtic Glasgow mahnte Ballack die nötige Konzentration auf die sportliche Aufgabe an. "Das Spiel ist zu wichtig, um andere Dinge auszutragen. Da ordnen wir alles unter", sagte der zweimalige Fußballer des Jahres am Montag nach der Ankunft in Schottland. Hoeneß wollte von angeblichen Differenzen derweil nichts wissen. "Wir haben gar kein Problem miteinander", betonte der Manager. Daher müsse Ballack auf Grund des Interviews auch nicht mit Konsequenzen rechnen.

Ballack sieht offenbar dringenden Gesprächsbedarf mit den Bayern-Bossen. "Man muss miteinander sprechen über die Aussagen in der Öffentlichkeit", erklärte er. Sollten die Verantwortlichen des deutschen Meisters mit ihm nicht zufrieden sein, wäre er jederzeit bereit, eine Pause einzulegen. "Wenn der Manager der Meinung ist, dass ich nicht fit bin, dann können wir eine Lösung finden. Ich kenne da keinen Egoismus", so Ballack.

Ballack wirkt müde

Nach zuletzt teilweise schlechteren Leistungen war der 27-Jährige in die Kritik geraten und wirkte angesichts des Mammutprogramms beim FC Bayern und in der Nationalmannschaft müde. Aus eigenem Antrieb werde er allerdings keine Pause einfordern, betonte Ballack: "Ich will der Elf auf dem Platz helfen. Wenn sie aber der Meinung ist, dass ich ihr nicht helfen kann, sondern ihr schade, muss man mir das sagen - ganz offen, nicht über die Öffentlichkeit."

DPA

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