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Fußball-Weltverband: Fifa plant dreiminütige Pause bei Verdacht auf Gehirnerschütterung

Auch der Fußball-Weltverband Fifa will Schiedsrichter künftig anweisen, die Partie bei Verdacht auf Gehirnerschütterung eines Spielers für drei Minuten zu unterbrechen.

Auch der Fußball-Weltverband Fifa will die Schiedsrichter künftig anweisen, ein Spiel beim Verdacht auf Gehirnerschütterung bei einem Akteur für drei Minuten zu unterbrechen. Einen entsprechenden Vorschlag wird die Medizinische Kommission nach Verbandsangaben vom Dienstag der Fifa-Exekutive vorlegen. Mit der Pause soll dem Mannschaftsarzt Gelegenheit gegeben werden, auf dem Spielfeld zu untersuchen, ob tatsächlich eine Gehirnerschütterung vorliegt. Der Schiedsrichter gestattet dem verletzten Spieler das Weiterspielen nur mit Zustimmung des Mediziners. Für Mannschaftsärzte, Trainer und Schiedsrichter soll ein Weiterbildungsprogramm eingeführt werden.

In der Vorwoche hatte bereits die Europäische Fußball-Union (Uefa) eine Neuregelung bei Kopfverletzungen beschlossen. Demnach darf der Schiedsrichter ein Spiel für bis zu drei Minuten unterbrechen, wenn er den Verdacht hat, dass sich ein Spieler eine Gehirnerschütterung zugezogen hat. Ausgelöst wurde die Debatte durch die Kopfverletzung des deutschen Nationalspielers Christoph Kramer im WM-Endspiel gegen Argentinien. Der Gladbacher hatte nach einem Zusammenprall in benommenem Zustand noch 15 Minuten weitergespielt.

mod/DPA / DPA
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