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International: Juventus bezwingt die Roma

Im Duell der beiden Rekord-Pokalsieger behielt Juventus Turin im Viertelfinale der Coppa Italia gegen den AS Rom mit 3:0 die Oberhand und nahm so erfolgreich Revanche: in den letzten beiden Jahren war für Juve gegen die Roma immer Endstation.

Dank eines ungefährdeten 3:0 gegen den AS Rom steht Juventus Turin im Halbfinale des italienischen Pokals. NAch zuletzt zwei Niederlagen gegen die Hauptstädter im Pokal hatte diesmal die Alte Dame das bessere Ende für sich. In der Runde der letzten Vier trifft Juve auf den Sieger der Partie zwischen dem AC Mailand und dem Klose-Club Lazio Rom.

Juve begann im 4-4-2 mit dem gerade von Rom ausgeliehenen Marco Borriello in der Startelf, an der Seite von Alessandro Del Pierro im Sturm. In Roms 4-3-1-2 spielte Francesco Totti, der über ein Comeback in der Nationalelf bei der EM nachdenkt, leicht zurückgezogen hinter Bojan und Erik Lamela.

Juve mit der frühen Führung

Turin begann druckvoll und ging durch Emanuele Giaccherini bereits in der sechsten Minute in Führung. Nach schönem Diagonalpass in den Rücken der Abwehr durch den Ex-Wolfsburgers Andrea Barzagli konnte Giaccherini völlig frei auf das Gehäuse von Maarten Stekelenburg zulaufen und ließ dem Roma-Keeper keine Chance. In der Folge präsentierte sich die Abwehr der Gäste ungeordnet und fast jeder Angriff von Juve wurde gefährlich.

Aber auch Rom kam zu Chancen. Pjanic kam im Fünfmeterraum an den Ball, aber Ersatztorwart Marco Storari verhinderte den Ausgleich (13.). Nur drei Minuten später hatte ein anderer Ex-Wolfsburger eine Chance, doch Simon Kjaer verfehlte nach einer Ecke das Tor mit seinem Kopfball. 

Der Veteran trifft

In Minute 20 dann eine strittige Szene: Borriello kam im Strafraum zu Fall, aber die Pfeife des Schiris blieb stumm. Zehn Minuten später dann die Verdoppelung der Führung. Kapitän del Piero kam kurz vor dem 16er zum Schuß, dieser wurde von Kjaer unglücklich abgefälscht, so dass sich der Ball über Stekelenburg mit Hilfe der Unterkante der Latte ins Tor senkte. 

Weitere zehn Minuten später fast das 3:0 für Juve. Luca Marrone mit einem klasse Pass auf Marcelo Estigarribia, der am Strafraum aus zu spitzem Winkel aber knapp verzog (40.). Rom war nur noch zweimal durch Pjanic aus der Distanz gefärlich (37./43.). Beim ersten Mal hatte Storari Glück, dass kein Angreifwer zur Stelle war um den Abpraller zu verwerten, beim zweiten Mal ging der Ball knapp neben den Kasten.

In Hälfte zwei kam die Roma engagierter aus den Kabinen und versuchte druckvoller nach vorne zu spielen. So ergab sich auch die erste Chance. Nach einer Hereingabe von Lamela erzielte Leonardo Bonucci fast ein Eigentor. Beide Mannschaften spielten weiter munter nach vorne, erabeiteten sich aber kaum zwingende Torchancen.

Rot für Lamela

Die Vorentscheidung fiel dann in der 68. Minute. Lamela sah die rote Karte nach einem Tritt an Girgio Chiellini. Den sah zumindest der Linienrichter in einer unübersichtlichen Situation abseits des Spielgeschehens. Rom drängte weiter auf den Anschluss, dadurch bot sich Juve gegen zehn Mann viel Platz zum Kontern. 

Einen hätte der gerade zuvor für Del Piero eingewechselte Fabio Quagliarella fast genutzt, der Maskenmann traf nach einer Hereingabe von links aber nur die Latte (78.). In der 86. bediente dann Quagliarella den ebenfalls eingewechselten Alessandro Matri, dessen Versuch konnte Kjaer aber noch von der Linie kratzen. Kurz daruf hatte der Däne weniger Glück. Eine Flanke lenkte er ins eigene Tor, den ball hätte Stekelenburg aber auch noch abwehren können (90.). Damit stand es 3:0 und die Partie war vorbei.

Daniel Bruckbauer

sportal.de / sportal

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