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International: Süper Lig - Fenerbahce und Galatasaray vor Meisterfinale

Die Süper Finals in der Türkei scheinen wenig überraschend auf ein entscheidendes Istanbul-Derby hinauszulaufen: Galatasaray und Fenerbahce bringen sich für die Begegnung am letzten Spieltag in Stellung, die über die Meisterschaft entscheiden dürfte.

Es bleibt spannend! Fenerbahce und Galatasaray triumphieren am dritten Spieltag des Süper Finals und gehen schnurstracks auf einen Showdown am 12. Mai zu, wenn es beim interkontinentalen Derby um die Meisterschaft geht.

Der dritte Spieltag der Meisterrunde

Mit einem von der ersten Minute an souveränem Auftritt beim Vizemeister Trabzonspor haben die Löwen aus Galatasaray ihre Hausaufgaben mit Auszeichnung bestanden. Noch in der ersten Halbzeit sorgten Selcuk Inan und zwei Mal Necati Ates für den, dem Spielverlauf entsprechenden, Pausenstand. Dem Gastgeber war es bis zum Seitenwechsel nicht möglich den Meisterschaftsfavoriten auch nur in geringster Weise Paroli zu bieten.

Mit dem 3:0 im Rücken ließen es die Istanbuler in der zweiten Hälfte gemächlicher angehen und schalteten erst nach dem Anschlusstreffer durch Gustavo Colman wieder in den zweiten Gang. Im Schritttempo gelang es schließlich Emmanuel Eboue den alten Abstand wiederherzustellen. Dem 2:4 durch Colman nach Elfmeter kurz vor Apfiff der Partie wurde kaum mehr Betrachtung geschenkt.

Am 2. Mai schon steht das Rückspiel in Istanbul an. Ein Selbstgänger für die Löwen, wenn man die Begegnung in Trabzon zur Grundlage nimmt.

Fenerbahce im Zugzwang

Durch den Sieg von Gala über Trabzon musste Fener gegen Besiktas unbedingt gewinnen, um die Chancen auf den Showdown am letzten Spieltag zu wahren. Bei den bis dato sieglosen Adlern ein durchaus mögliches Unterfangen – sollte man meinen. Die Meisterschaftsanwärter aus Istanbul taten sich schwer und standen einem Gegner gegenüber, der von der ersten Minute an enorm viel Aufwand betrieb.

Wie viel Aufwand musste Volkan Demirel schmerzhaft erfahren, als der Ex-Schalker Edu übermotiviert in den Keeper rutschte und ihm eine große Risswunde im Bein zufügte. Nach minutenlanger Behandlung, mit allem was der Sanitätskoffer hergab, ging es für den Schnurrbartträger weiter. Chancen hüben wie drüben blieben ungenutzt, weswegen es torlos in die Halbzeit ging.

Für die nicht unverdiente Führung der schwarzen Adler sorgte schließlich Egemen Korkmaz nach einer Ecke. Den prompten Ausgleich erzielte Miroslav Stoch per Freistoß. Spätestens aber der Führungstreffer für Fener kurz vor Ende der Partie ist als glücklich einzustufen. Egemen machte mit seinen neu entdeckten Torjägerqualitäten auch vor dem eigenen Gehäuse nicht halt und köpfte eine Stoch-Ecke in allerbester Stürmermanier in die Maschen.

Nach dem schon als glücklich zu bezeichnenden Sieg gegen Galatasaray bleibt der "positive Zufall" den Kanarienvögeln also hold. Nicht selten ein Umstand, der eine Meisterschaft zu entscheiden vermag. Besiktas dagegen bleibt auch im dritten Spiel ohne Punktgewinn, das Minimalziel - die Europa League - ist in ernster Gefahr.

Europa League- Playoffs

Der dritte Spieltag hat mächtig Bewegung in die Playoffgruppe zur EL-Qualifikation gebracht. Mit einem 4:2 hat Büyüksehir dafür gesorgt, dass Sivasspor die Tabellenführung einbüßt und sich aktuell nur auf dem zweiten Platz wieder findet. Zur Erinnerung: Der Erstplatzierte spielt mit dem Vierten der Meisterschaftsgruppe einen Platz in der Europaleague-Qualifikation aus.

Und genau diesen einzig lukrativen Tabellenplatz erobert Eskisehirspor durch ein 2:0 gegen Bursaspor. Bei einem Abstand von zwei Punkten zwischen dem Ersten Eskisehir und dem Letzten Bursa hat die Platzierung allerdings den Charakter einer wenig gehaltvollen Momentaufnahme.

Serkan Agci und Bülent Yaman

sportal.de / sportal

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