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Internationaler Wettskandal: Schweizer Fußballverband sperrt neun Spieler

Der jüngste Wettskandal blieb in Deutschland bisher ohne nennenswerte Konsequenzen. Die Schweizer aber greifen hart durch. Neun Spieler hat der dortige Fußballverband mit einer Sperre belegt, einige müssen dem Platz gar für unbestimmte Zeit fernbleiben.

Der Schweizerische Fußballverband (SFV) hat wegen des internationalen Wettskandals neun Spieler für mindestens ein Jahr gesperrt. Nach eigenen Angaben ist der SFV "der erste und bisher einzige Landesverband, der den im Spätherbst 2009 von der Staatsanwaltschaft Bochum publik gemachten Verdacht auf Spielmanipulationen in Europa national konsequent aufgearbeitet hat", hieß es am Freitag auf der Verbands-Homepage.

Pape Omar Faye (früher Thun), Mario Bigoni, Marc Lütolf und Darko Damjanovic (alle früher bei Gossau) wurden von der zuständigen Kontroll- und Strafkommission auf unbestimmte Zeit, jedoch für mindestens drei Jahre, gesperrt. Eldar Ikanovic (früher Thun) wurde für drei, Boze Gudelj (Ex-Fribourg) und David Blumer (früher Thun/jetzt Wil) für zwei Jahre gesperrt. Für ein Jahr gesperrt wird der vom FC Vaduz entlassene Anto Franjic. Sie alle hätten "einmal oder mehrfach gegen das im Wettspielreglement des SFV verankerte 'Fremdprämienverbot' verstoßen". Die Betroffenen können binnen acht Tagen Einspruch gegen die Urteile einlegen. Zwei weitere Verfahren wurden aus Mangel an Beweisen eingestellt.

Zwei der vom Verband verbannten Akteure sollen andere Spieler angeworben oder dies zumindest versucht haben. Die anderen hätten Geld entgegengenommen oder Absprachen über Spielmanipulationen getroffen.

DPA/SID / DPA

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