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Kritik nach aberkanntem Tor in Paderborn: Darum verzichtet Werder auf einen Protest

Clemens Fritz
Clemens Fritz
© Getty Images
Clemens Fritz hat erklärt, warum Werder Bremen keinen Protest gegen die Wertung des Pokalspiels in Paderborn einlegt. Ein Treffer in der Verlängerung wurde nach Eingriff des 4. Offiziellen aberkannt.

Der nicht gegebene Treffer im Pokalspiel gegen Paderborn nach einem Eingriff des 4. Offiziellen erhitzt in Bremen noch immer die Gemüter. Schiedsrichter-Boss Lutz-Michael Fröhlich kritisierte die Entscheidung ebenfalls. Einen Protest von Werder-Seite wird es dennoch nicht geben.

"Wir haben das registriert. Für uns war es auch ein reguläres Tor", erklärte Clemens Fritz gegenüber der Deichstube. "Egal, wer sich auch äußert, für uns ist das abgehakt, weil wir am Samstag in Freiburg ein schweres Auswärtsspiel vor der Brust haben. Es ist auch nicht so, dass wir noch mal überlegen, Einspruch einzulegen. Wir glauben ganz einfach, dass das keinen Sinn hat. Wir wollen den Blick nach vorne richten", so Werders Leiter Profifußball weiter.

Schiedsrichter-Boss kritisiert Eingriff des 4. Offiziellen

Gemeint ist natürlich das bittere Pokal-Aus in Paderborn, bei dem der vermeintliche Siegtreffer von Niclas Füllkrug in der Verlängerung aberkannt wurde - nach einem Eingriff des 4. Offiziellen. Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe hatte diesen Vorgang deutlich kritisiert. Und auch Schiedsrichter-Boss Lutz-Michael Fröhlich äußerte sich dazu.

"Der Vorgang in Paderborn ist etwas ungewöhnlich. Es ist zwar ein Kontakt da, aber der Schiedsrichter muss bei Eckbällen den Strafraum-Bereich im Blick haben, in den der Ball kommt. Wir wollen zwar definitiv, dass die 4. Offiziellen sich in die Spielleitungen einbringen, aber das war dann etwas zu viel, er hätte sich besser nicht gemeldet", so der Schiedsrichter-Boss gegenüber der Bild.

Nachträglich überprüft werden konnte die Szene nicht. Der VAR ist im DFB-Pokal erst ab dem Achtelfinale im Einsatz. Hauptschiedsrichter Frank Willenborg musste daher entscheiden - und vertraute dem 4. Offiziellen Frederick Assmuth, der aus rund 50 Metern Entfernung ein Foulspiel von Fabio Chiarodia an Robert Leipertz gesehen haben wollte. Wie die TV-Bilder zeigten, eine Fehleinschätzung.

Werder verzichtet dennoch auf einen Protest, der wie Fritz richtig anmerkte, ohne große Erfolgsaussichten geblieben wäre. Schließlich handelte es sich um eine Tatsachenentscheidung, auch wenn diese vom 4. Offiziellen ausgelöst wurde. Vielmehr gilt die Konzentration dem Auswärtsspiel in Freiburg am Samstagnachmittag (15.30 Uhr).

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Dieser Artikel wurde ursprünglich auf 90min.com/de als Kritik nach aberkanntem Tor in Paderborn: Darum verzichtet Werder auf einen Protest veröffentlicht.

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