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Ligapokal: Schalke schießt sich ins Finale

Der Vizemeister siegt über Werder Bremen und steht jetzt zum dritten Mal nach 2001 und 2002 im Finale des Ligapokals. Die Freude über den Sieg wurde jedoch von einem bitteren Zwischenfall überschattet.

2:1-Erfolg: Neuzugang Zlatan Bajramovic sorgte mit seinem Traumtor vor der Pause für Jubel bei den 56.781 Zuschauern in der Veltins-Arena, die auch ansonsten großen Spaß an der Spielfreude ihrer mit den Nationalspieler Fabian Ernst und Kevin Kuranyi verstärkten Elf hatten. Mit einem beinahe ungewollten Kopfball-Treffer nach einem groben Schnitzer der Bremer Abwehr sorgte Ebbe Sand für die Entscheidung in einem munteren Fußball-Spiel. Der Ehrentreffer gelang Nelson Valdez in der Schlussminute im strömenden Regen.

Christian Poulsen fällt aus

Schalke trifft im Endspiel in Leipzig auf Bayern-Bezwinger VfB Stuttgart. Dem Sieger winken 1,8 Millionen Euro Preisgeld. Der Verlierer des Endspiels streicht immerhin noch 1,2 Millionen Euro ein. Die Gelsenkirchener werden im Finale auf den Dänen Christian Poulsen verzichten müssen, der mit einer Kapsel- und Sprunggelenksverletzung nach der Pause ausgewechselt und ins Krankenhaus gefahren wurde.

686.000 Euro war die Halbfinalteilnahme für Werder wert. Die Bremer konnten nicht an die guten Leistungen vom 1:0-Erfolg im ersten Ligapokal-Spiel über Hertha BSC anknüpfen. Freilich musste das Team von Trainer Thomas Schaaf auf Mohamed Zidan, Patrick Owomoyela, Jelle van Damme und Daniel Jensen verzichten. Dafür saß der Brasilianer Nando auf der Tribüne, der das Team von der Weser in der am 5. August beginnenden Bundesliga-Saison verstärken soll. "Wenn ein Spieler von Brasilien nach Deutschland kommt, sind die Aussichten nicht so schlecht", sagte Werder-Manager Klaus Allofs.

Mangel an Treffsicherheit

In ihrem ersten Pflichtspiel gaben die Schalker den Ton an. Doch zunächst fehlte ihnen noch die Treffsicherheit. Ein sehenswerter Treffer gelang Bajramovic. Eine Lincoln-Flanke nahm der Ex-Freiburger direkt und traf ins kurze Eck. "Wir spielen schon einen guten Ball. Wir haben bisher ein sehr gutes Spiel gemacht", lobte Manager Rudi Assauer in der Pause. Nach dem Wechsel nutzte Sand einen fatalen Fehler in der Bremer Verteidigung. Besonders Tim Wiese, der mit Andreas Reinke um den Stammplatz im Werder-Tor kämpft, sah genau wie der ebenfalls unter Beobachtung stehende Frank Fahrenhorst nicht gut aus. Der Treffer von Valdez nach Zuspiel von Klose kam zu spät.

Heinz Büse/DPA / DPA

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