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Lukas Podolski: Kölscher Jung in Lederhosen

Der 1. FC Köln und Bayern München haben sich geeinigt: Für 10 Millionen Euro wechselt Lukas Podolski zur kommenden Saison vom Rhein an die Isar. Ein anderer Bayern-Stürmer muss womöglich für ihn weichen.

Der Wechsel von Fußball-Nationalstürmer Lukas Podolski vom Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln zum Meister FC Bayern München ist so gut wie perfekt. "Bis auf Kleinigkeiten sind wir uns einig. Wir sind alle mit der Lösung zufrieden", bestätigte Kölns Präsident Wolfgang Overath am Donnerstag einen Bericht der "Bild"-Zeitung. "Es waren faire Verhandlungen mit dem FC Bayern und mit dem Ergebnis können alle gut leben", sagte Overath. "Wir wünschen Poldi bei Bayern München alles Gute." Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge betonte aber: "Es ist noch nichts unterschrieben."

Pro Saison etwa 2,5 Millionen Euro

Zur Höhe der Ablösesumme für den 20-jährigen Stürmer, dessen Vertrag in Köln bis 2008 datiert war und 2007 einen Ausstieg für eine Million Euro möglich gemacht hätte, wollte Overath keine Auskunft geben. Geschätzt wird jedoch, dass der Transfer dem FC Bayern rund zehn Millionen Euro wert sein dürfte. Sein Gehalt soll pro Saison bei etwa 2,5 Millionen Euro liegen.

"Wir hätten ihn zwingen können, noch ein Jahr bei uns zu bleiben. Doch die Frage ist, ob er sich in der Zweiten Liga hätte motivieren können", meinte Overath. "Und Bayern München ist nun mal die Nummer eins in Deutschland." Er werde seinen Weg machen, auch wenn es in dem guten Kader der Bayern nicht ganz leicht sein werde, sich durchzusetzen. "Lukas ist das größte Talent in Deutschland seit 20 Jahren. Er ist ein glänzender Fußballer, muss sicher aber noch einiges lernen", sagte Overath und fügte an: "Poldi wird immer ein Kölner Junge bleiben."

Poldi wollte unbedingt zu den Bayern

Podolski, der seit 1995 das Trikot der "Geißböcke" trägt, hatte keinen Zweifel an seinen Wechselabsichten gelassen. "Es weiß doch jeder, dass Bayern der beste Club in Deutschland ist", sagte der Nationalspieler. Die Münchner hatten zugleich den Druck immer wieder erhöht. "Eine Klasse-Spieler muss auch in einer Klasse-Mannschaft spielen", sagte Rummenigge. Auch Bayern-Präsident Franz Beckenbauer plädierte vehement für den Wechsel: "Das passt nicht: Lukas Podolski spielt erst die WM und dann die 2. Liga. Er muss zu einem Erstligisten."

DPA / DPA

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