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Ex-Profi im "Playboy": Mario Basler: "In der heutigen Zeit käme ich mit den Spielern gar nicht zurecht"

Wer sich an Marios Basler erinnert, erinnert sich an einen Spitzenfußballer trotz Alkohol und Glimmstengel. Das klingt so gar nicht nach den modisch frisierten und kunstvoll tätowierten heutigen Profis. Basler: "Ich würde durchdrehen."

Mario Basler in grauem Shirt

Entfant terrible des deutschen Fußballs und Ex-Nationalspieler: Mario Basler war ein anderer Typ Spieler als die heutigen Profis.

DPA

Ex-Nationalspieler Mario Basler kritisiert das Verhalten junger Profifußballspieler. "Ich glaube, ich käme in der heutigen Zeit mit den Spielern gar nicht zurecht. Ich würde durchdrehen", sagte der 50-Jährige dem Magazin "Playboy".

"Die stehen 'ne Stunde vor dem Spiegel, machen Gel in die Haare, Stirnbänder drauf. Dann kommen sie mit verbundenem Arm zum Training, weil sie sich haben tätowieren lassen, und können zwei Tage nicht trainieren." Das sei nicht sein Fußball. Er habe dennoch weiterhin Lust, als Fußballtrainer zu arbeiten: "Aber auf meine Art und Weise." 

Mario Basler: "Wochenlang kein Sex - ging nicht"

Als Aktiver wurde Basler Meister, Pokalsieger sowie Europameister. Er spielte unter anderem beim 1. FC Kaiserslautern, bei Werder Bremen und dem FC Bayern München. Der gebürtige Pfälzer ist ein gern gesehener Gast bei TV-Stammtischen, war 2016 im "Promi Big Brother"-Container und ist seit Ende 2018 mit seinem Bühnenprogramm "Basler ballert" auf Tour. Gut 16 Jahre nach seinem letzten Auftritt in der Fußball-Bundesliga erschien zudem am 6. September sein Buch "Eigentlich bin ich ein super Typ".

Dass er ein anderer Typ als viele aktuelle Profis ist, ist eigentlich keine Überraschung. Basler galt zu seiner aktiven Zeit als Entfant terrible. Er lebte nicht immer wie ein Vollprofi und war dennoch einer besten Spieler des Landes. Unvergessen die Beschreibung des Erfolgsgeheimnisses für die EM 1996 - ebenfalls im "Playboy": "An den Abenden wurden so einige Gläser Bier, Wodka-Lemon oder Gin-Tonic geleert, ein paar Marlboros geraucht, und wir quatschten über die schönen Dinge des Lebens. Dazu Übernachtungen bei ihren Frauen: "Wochenlang kein Sex — das ging ja auch nicht." Trotzdem habe man nicht wirklich über die Stränge geschlagen - und "als verschworener Haufen" den Titel geholt.

dho / DPA
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