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Medienbericht Spanische Steuerbehörde soll Nuri Sahin und Hamit Altintop betrogen haben

Hamit Altintop und Nuri Sahin spielten ein Jahr gemeinsam bei Real Madrid
Hamit Altintop und Nuri Sahin spielten ein Jahr gemeinsam bei Real Madrid
© Christian Kaspar-Bartke / Getty Images / Picture Alliance
Normalerweise ist die Schlagzeile: Fußballprofi betrügt Finanzamt. Im Fall von Nuri Sahin und Hamit Altintop ist es anders herum: Die beiden Profis wurden offenbar Opfer einer spanischen Steuerinspektorin.

Wenn man von Steuerbetrug hört, denkt man an Steuerhinterziehung einer Person, die von ihrem sauer verdienten Geld dem Fiskus nichts oder zu wenig abgeben will. Es kann aber auch anders herum laufen: Die Steuerbehörde betrügt den Steuerzahler. So offenbar geschehen in Spanien. Die Opfer sollen 40 prominente Fußballer sein, darunter auch Nuri Sahin und Hamit Altintop, die in der Saison 2011/12 bei Real Madrid unter Vertrag standen.

Wie die spanische Zeitung "El Mundo" berichtet, soll eine Steuerinspektorin allen Fußballern einen Gesamtbetrag von 6,5 Millionen Euro vorenthalten haben. Es ging offenbar um Steuerrückzahlungen durch den spanischen Fiskus, die den Spielern zugestanden hatten, weil sie nicht das gesamte Jahr über in Spanien lebten.

Steuerinspektorin überweist Geld an private Firma

Die Steuerinspektorin soll die Gelder nicht an die Fußballer zurückgezahlt, sondern an eine private Firma (Lapver SA) überwiesen haben. Weil die Sportler von der ihnen zustehenden Steuererstattung offenbar nichts wussten, war der Betrug lange Zeit nicht entdeckt worden.

Sahin und Altintop verließen Real trotz langfristiger Verträge beim spanischen Rekordmeister im Sommer 2012. Das Duo hatte sich bei den Königlichen nicht durchsetzen können. Sahin wechselte am letzten Tag der diesjährigen Sommer-Transferperiode von Borussia Dortmund zu Werder. Altintop hatte Anfang des Jahres den SV Darmstadt überraschend verlassen und trat zuletzt vermehrt als TV-Experte auf.

tis

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