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Proteste von Muslimen: Schalke lässt Vereinshymne überprüfen

Nachdem der FC Schalke in den letzten Tagen vermehrt Protestbriefe und E-Mails von Muslimen erhalten hat, weil türkische Medien in der Vereinshymne der Königsblauen eine Verhöhnung des Propheten Mohammed ausgemacht hatten, lassen die Schalker ihr Clublied nun von einem Experten prüfen.

Nach Vorwürfen von Muslimen lässt sich Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 jetzt von einem Experten zu seiner Vereinshymne beraten. Ein Islamwissenschaftler solle sich des Wirbels um die Hymne "Blau und Weiß, wie lieb’ ich dich" annehmen, bestätigte der Gelsenkirchener Traditionsclub am Dienstag. Die Polizei sieht derzeit aber keine konkrete Bedrohung.

In hunderten Protestmails hatten Muslime in den vergangenen Tagen plötzlich Anstoß an diesem Vers des Jahrzehnte alten Liedes genommen: "Mohammed war ein Prophet, der vom Fußballspielen nichts versteht. Doch aus all der schönen Farbenpracht hat er sich das Blau und Weiße ausgedacht."

"Wir nehmen die Situation sehr ernst und stehen bereits in Kontakt mit der Polizei und dem Staatsschutz", sagte ein Sprecher des Vereins. In den bisher ausgewerteten Mails wurde laut Polizei aber keine Gewalt angedroht. Viele der Schreiber verlangen, dass die Passage zu Mohammed gestrichen wird. Jetzt will der Verein erst einmal die Meinung des Experten hören. "Dann werden wir uns dazu äußern. Bis dahin gibt es keine weitere Stellungnahme."

DPA/kbe

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