Real Madrid Angst um Ronaldo


Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo ist schwerer verletzt als gedacht und wird noch wochenlang ausfallen. Damit fehlt der Portugiese seiner Nationalmannschaft für die WM-Relegationsspiele. Auch bei Real Madrid schlug die schlechte Nachricht ein wie eine Bombe.

Portugal muss in der Relegation für die WM-Qualifikation auf seinen besten Spieler verzichten und Real Madrid noch wochenlang ohne den teuersten Fußballer der Welt auskommen. Die Knöchelverletzung des portugiesischen Superstars ist komplizierter als zunächst angenommen. "Es ist keine Besserung eingetreten", stellten Reals Mannschaftsärzte in einem Bulletin fest. Die Mediziner wagten keine Prognose, wann der seit fünf Wochen verletzte Weltfußballer des Jahres 2008 wieder auf Torejagd gehen kann.

Ronaldo ließ sich am Donnerstag von dem Niederländer Nicolaas van Dijk untersuchen, der auf dem Gebiet der Knöchelblessuren als Koryphäe gilt. Der Professor aus Amsterdam sprach sich gegen eine Operation aus und plädierte dafür, dass der Stürmer die konservative Behandlung der Verletzung zwei Wochen fortsetzen und dann erneut untersucht werden soll. Van Dijk hatte Ronaldos lädierten Knöchel im Juli 2008 schon einmal operiert, als der Portugiese noch bei Manchester United unter Vertrag stand. Das Sportblatt "Marca" prognostizierte, der Stürmer, für den die "Königlichen" die Rekordablöse von 94 Millionen Euro gezahlt hatten, falle wenigstens noch einen Monat aus. Falls "CR9" doch noch operiert werden müsse, könnte die Zwangspause rund drei Monate dauern.

Die Nachricht jagte nicht nur den Real-Verantwortlichen, sondern auch den Fußball-Fans in Portugal einen gewaltigen Schrecken ein. Die Madrilenen werden den portugiesischen Verband auffordern, in der WM- Relegation auf den Star zu verzichten. Portugal spielt am 14. und 18. November gegen Bosnien-Herzegowina um das Ticket zur WM 2010 in Südafrika. Ronaldo ist das Herz und die Seele des Teams. Scheitern die Portugiesen, findet die WM ohne den weltbesten Fußballer statt.

Cristiano Ronaldo hatte sich die Verletzung am 30. September im Champions-League-Spiel Real gegen Olympique Marseille (3:0) bei einem Foul von Souleymane Diawara zugezogen. Am 10. Oktober spielte er mit Portugal gegen Ungarn (3:0) um die WM-Qualifikation und erlitt einen Rückfall.

"Für Real ist die Verletzung Ronaldos die denkbar schlimmste Nachricht", meint "Marca". Der Star hatte den Madrilenen mit neun Toren in sieben Spielen zu einer Siegesserie und einem glänzenden Saisonstart verholfen. Nach der Verletzung von "CR9" erlebte Real einen Einbruch. Von sieben Pflichtspielen gewann man nur noch zwei. "Cristianos Knöchel wird uns noch einige Zeit beschäftigen", hieß es in Clubkreisen. Der Portugiese leidet im rechten Sprunggelenk an einer Entzündung und Knochenschwellung. Laut "Marca" wird befürchtet, dass er selbst nach seinem Comeback einige Zeit nur mit Schmerzen spielen kann.

DPA DPA

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