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Schiedsrichteraffäre: Michael Kempter kehrt auf den Platz zurück

Seit seinen Anschuldigungen gegenüber Manfred Amerell im Februar hat Michael Kempter kein Fußballspiel mehr gepfiffen. Nun kehrt er beim Drittligaspiel SV Sandhausen gegen Holstein Kiel als Schiedsrichter zurück auf den Platz. Ob noch ein Bundesligaeinsatz in dieser Saison dazu kommt, steht jedoch in den Sternen.

Schiedsrichter Michael Kempter kehrt nach zwei Monaten auf die Fußball-Bühne zurück. Der 27-Jährige pfeift am Samstag die Drittliga-Partie SV Sandhausen gegen Holstein Kiel. Dies gab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Freitag bekannt. Kempter hatte seit seinen Anschuldigungen wegen sexueller Belästigung gegen den ehemaligen Schiedsrichterbeobachter Manfred Amerell kein Spiel mehr gepfiffen. Seinen bislang letzten Einsatz hatte Kempter am 6. Februar in der Zweitliga-Begegnung 1. FC Union Berlin - FC Augsburg (0:0).

Nachdem Kempter am Mittwoch einen Leistungstest in Frankfurt am Main erfolgreich bestanden hatte, erhielt er vom DFB- Schiedsrichterausschuss Grünes Licht für seine Rückkehr. Ob Kempter in dieser Saison noch einmal in der Bundesliga zum Einsatz kommen wird, blieb offen.

In der Vorwoche hatte der DFB-Kontrollausschuss das Ermittlungsverfahren gegen den FIFA-Referee eingestellt. Anlass des Verfahrens war eine E-Mail von Kempter an Amerell, in der er sich negativ über den FC Bayern München geäußert hatte. Der deutsche Rekordmeister hatte bereits nach einem Treffen mit dem Bankangestellten aus Sauldorf dessen Entschuldigung akzeptiert.

Dem 63 Jahre alten Amerell wurde mittlerweile per Einstweiliger Verfügung unter Androhung eines Ordnungsgeldes in Höhe von jeweils 250.000 Euro verboten, private E-Mails oder SMS von Kempter an ihn "zu veröffentlichen und/oder zu verbreiten".

DPA / DPA

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