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Zivilverfahren gegen Kempter Gericht weist Klage Amerells ab


Der Schiedsrichter-Skandal Amerell/Kempter: Einvernehmlich seien die intimen Kontakte gewesen, betonte Manfred Amerell immer wieder. Kollege Michael Kempter behauptete dagegen, er sei sexuell belästigt worden. Amerell forderte Schadensersatz - vergeblich.

Manfred Amerell hat im Schiedsrichter-Skandal erneut eine gerichtliche Niederlage hinnehmen müssen. Das Landgericht Hechingen wies am Donnerstag seine Klage gegen den ehemaligen Fifa-Referee Michael Kempter zurück. Der ehemalige Schiedsrichter-Obmann des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wollte einen Schadensersatz von 150.000 Euro erstreiten, weil er durch Kempters Vorwurf der sexuellen Belästigung seine Persönlichkeitsrechte verletzt sieht.

Amerell weist diese Anschuldigung Kempters zurück und behauptete stets, dass die intimen Kontakte zwischen den beiden Männern einvernehmlich gewesen seien. Bei dem Verfahren wurde der Schiedsrichter-Skandal erstmals zivilrechtlich aufgearbeitet. Bereits im Februar hatte das Gericht den beiden Parteien einen Vergleich vorgeschlagen, den Amerell aber abgelehnt hatte.

Ursprünglich wollte das Gericht bereits am 18. April seine Entscheidung verkünden. Dies wurde jedoch durch einen Befangenheitsantrag der Anwälte Amerells gegen alle drei Richter der zuständigen 1. Zivilkammer verhindert. Das Landgericht hatte die Befangenheitsanträge zwischenzeitlich zurückgewiesen.

dho/DPA DPA

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