Torhüter-Verletzung Lehmann wütend und in Sorge


Jens Lehmann hat nach der schweren Verletzung seines tschechischen Kollegen Petr Cech die große Sorge, selbst Opfer einer Stürmer-Attacke zu werden. "Das alles macht mich wütend", sagte der Keeper von Arsenal London der "Daily Mail".

Jens Lehmann fordert mehr Schutz für Torhüter im englischen Fußball. "Ich weiß, dass die englische Liga härter ist als andere, aber hier respektiert man die Torhüter nicht. Ich habe Angst, denn mit meinem Stil zu spielen, bin ich auch ein potenzielles Opfer", sagte Lehmann.

Vor der Champions-League-Partie mit dem FC Arsenal bei ZSKA Moskau am Dienstagabend kritisierte der 36-Jährige in der Zeitung "Daily Mail" die in England gerade von TV-Experten vertretene Meinung, dass Keeper "echte Männer" sein müssten. "Ja, Fußball ist ein Männersport, aber was man bedenken muss ist, dass diese Männer auch Frauen und Kinder haben, die ihren Vater nicht in einem Rollstuhl sitzen sehen möchten", betonte die deutsche Nummer 1 des FC Arsenal.

Nicht genug Schutz für Torhüter

Chelsea-Torwart Cech war am vergangenen Samstag im Spiel beim FC Reading vom gegnerischen Angreifer Stephen Hunt am Kopf getroffen worden und hatte sich dabei einen Schädelbruch zugezogen. Auch sein Ersatzmann Carlo Cudicini musste in der Partie nach einer Kollision bewusstlos vom Platz getragen werden. "Es tut mir Leid für beide. Aber es macht mich auch wütend", sagte Lehmann.

In England würden die Schiedsrichter im Vergleich zu anderen Ländern nicht genug für den Schutz der Torhüter tun. Er selbst habe noch nie einen Spieler verletzt. Sollte sich an der Situation nichts ändern, müsse er seinen Spielstil aus Selbstschutz überdenken.

DPA


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