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UEFA-CUP: Schalke erreicht die dritte Runde

Mit einem 0:0 hat sich der FC Schalke 04 in die dritte Runde des Uefa-Pokals gespielt. Nach dem 3:2-Auswärtssieg im Hinspiel reichte gegen Legia Warschau ein torloses Remis.

Trotz eines schmucklosen 0:0 hat sich der FC Schalke 04 souverän in die dritte Runde des Uefa-Pokals gespielt. Dem Fußball-Bundesligisten reichte nach dem 3:2-Auswärtssieg im Zweitrunden-Hinspiel am Donnerstagabend gegen Legia Warschau ein torloses Remis, um auch international im Geschäft zu bleiben. Vor 52.260 Fans in der Arena »AufSchalke« war die mangelnde Chancenverwertung das größte Manko der engagierten »Knappen«, die sich für die unglückliche 0:1-Niederlage vor fünf Tagen im Bundesliga-Heimspiel gegen Bayer Leverkusen nur halbwegs rehabilitieren konnte.

»Verdientes Weiterkommen«

»Wir hätten unseren Zuschauern gern ein paar Tore geboten, haben aber leider einige Chancen nicht genutzt«, meinte Trainer Frank Neubarth und bilanzierte: »Das Weiterkommen ist allemal verdient.« Der drückend überlegene Bundesliga-Achte ließ von Anfang an keinen Zweifel daran aufkommen, wer der Herr im Haus ist. Auf das knappe Torpolster aus dem Hinspiel wollte sich keiner verlassen, wie schon die erste gefährliche Aktion durch Torjäger Ebbe Sand (3. Minute) zeigte.

Viele Chancen

Auch danach machte der Pokalsieger Druck. Eine Flanke von Geburtstagskind Niels Oude Kamphuis (25) verpassten aber sowohl der fleißige und engagierte Emile Mpenza als auch Sand (12.). Im Angriffswirbel der »Königsblauen« ging es nun Schlag auf Schlag: Bei den Aktionen von Mpenza (25.) sowie Oude Kamphuis und Marco van Hoogdalem (29.) lag das 1:0 förmlich in der Luft.

Der Tabellen-Zweite der polnischen Liga war dagegen nur bei sporadischen Kontern gefährlich: Dabei wäre dem jugoslawischen Torjäger Stanko Svitlica (22.) und später Adam Majewski (43.) nach einem »Sekundenschlaf« in der Schalker Abwehr fast die Führung gelungen. Während der verletzte Marc Wilmots nach seiner »Wunderheilung« - noch vor einer Woche hatte man sein Karriere-Ende befürchtet - überraschend auf der Bank Platz nahm, fehlte diesmal Jörg Böhme völlig. Der Nationalspieler wurde für eine Partie aus disziplinarischen Gründen gesperrt. Böhme (28) habe sich »unprofessionell und teamschädigend verhalten«, erklärte Neubarth.

Ein sehenswerter 25-m-Freistoß des Polen Tomasz Hajto (49.) war das Sturmsignal für die zweite Halbzeit. Doch aus seiner drückenden Überlegenheit konnte der Uefa-Cup-Sieger von 1997 kein (Tor)-Kapital schlagen. Nach hervorragendem Zuspiel von Mpenza scheiterte Andreas Möller am guten Legia-Torwart Radostin Stanew (57.) ebenso wie später Sven Vermant (74.) und Gerald Asamoah (79.).

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