HOME

UI-CUP: Später Triumph: VfB Stuttgart im UEFA-Cup

Der VfB Stuttgart hat das Finale des UI-Cups gewonnen und den Sprung in den UEFA-Cup geschafft. Auch ein wirtschaftlich wichtiger Erfolg.

Der VfB Stuttgart hat sein wirtschaftlich bedeutendstes Saison-Duell gewonnen und mit dem Sprung in den UEFA- Cup seine Chancen auf dringend benötigte Zusatzeinnahmen gewahrt. Zwei Wochen nach der 0:1-Niederlage beim OSC Lille gewann der Bundesligist das zweite UI-Cup-Finale gegen die Franzosen nach späten Toren von Krassimir Balakow (83.) und »Joker« Kevin Kuranyi (88.) mit 2:0 (0:0).

Schwerer Start

Dabei schien zunächst vor nur 10 000 Zuschauern alles gegen die Schwaben zu laufen. Erst wurden zwei reguläre Tore nicht anerkannt, dann verschoss Balakow in der 47. Minute einen Handelfmeter. Doch der Sturmlauf gegen dezimierte Franzosen - Stephane Pichout sah wegen des Handspiels zum Elfmeter die Rote Karte - wurde der Sturmlauf am Ende noch belohnt.

Maues Spiel

Trotz einer offensiven Ausrichtung tat sich die Elf von Trainer Felix Magath lange sehr schwer gegen die dicht gestaffelten und abwehrstarken Franzosen. Der Rumäne Viorel Ganea, der den bislang treffsichersten VfB-Schützen Sean Dundee (Rückenprobleme) vertrat, war völlig abgemeldet. Auch die Mittelfeld-Kräfte Balakow und Alexander Hleb sorgten zunächst nur selten für Impulse. Zum schlechten Spiel gesellte sich in der 17. Minute erstmals Pech, als Jochen Seitz nach einem klugen Zuspiel des agilen Griechen Ioannis Amanatidis ein reguläres Tor erzielte, das der dänische Schiedsrichter Fisker wegen angeblicher Abseitsstellung nicht anerkannte.

Auch in der 45. Minute irrte der Däne bei seinem Abseitspfiff gegen den durchgestarteten Amanatidis. Die Franzosen waren in der ersten Halbzeit gefährlicher: Gleich drei Mal verhinderte VfB-Torwart Timo Hildebrand gegen Benoit Cheyrou (31. und 31.) sowie gegen Christophe Landrin (38) einen wohl vorentscheidenden Rückstand.

Joker-Kuranyi

Mit Fiskers Elfmeterpfiff und der Roten Karte für Pichot, der auf der Torlinie einen Kopfball-Querschläger seines Kollegen Cheyrou mit dem Arm abwehrte, bekam der VfB in der 47. Minute plötzlich und unverhofft alle Trümpfe in die Hand. Doch Balakow, sonst ein sicherer Elfmeter-Schütze, setzte den Strafstoß nur an den Pfosten. Dann aber war der Bulgare treibende Kraft und sorgte in der 83. Minute für die Wende. Die Konfusion bei den Gästen nutzte nur fünf Minuten später der in der 70. Minute eingewechselte Kuranyi mit einem Kopfball zum umjubelten Siegtreffer.

Von Michael Becker, dpa

Wissenscommunity