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Wasserverbrauch beim Champions-League-Finale: Nach dem Ausgleich ist vor der Toilette

Aufs Klo gehen, um ein Tor zu erzwingen - die Stadtwerke München widerlegen den alten Fan-Aberglauben mit einer Grafik, die den Wasserverbrauch der Stadt während des Champions-League-Finales zeigt.

Es gibt die weitverbreitete Annahme bei Fußballfans, dass immer dann ein Tor fällt, wenn sie gerade auf Toilette sind. Nicht wenige versuchen, diese Hoffnung gezielt für ihren Klub einzusetzen und verabschieden sich zum Wasserlassen mit den Worten: "Wenn ich zurückkomme, führt unsere Mannschaft." Aber, wie das so ist mit solchen gefühlten Wahrheiten, leider ist da selten richtig was dran - wie nun auch eine Grafik der Stadtwerke München beweist.

Der kommunale Versorger hat sich den Spaß gemacht, den Wasserverbrauch während des Champions-League-Finales in einer Kurve darzustellen, sowie den Verlauf mit einigen entscheidenden Spielszenen zu markieren. Und siehe: Immer wenn Tore fielen oder BVB-Torwart Roman Weidenfeller einen Schuss von Arjen Robben wegpflückte, also, immer wenn es richtig zur Sache ging, standen Münchens Toiletten still. Anders gesagt: keine Spur von selbstlosen Helden, die mit ihrer Abwesenheit Tore erzwingen wollten.

Kein Halten mehr nach der Entscheidung

Die Kurve beweist aber auch, dass es einen Zusammenhang zwischen Anspannung und Klogängen gibt: Nach jedem Treffer stieg der Wasserverbrauch deutlich an. Kein Halten mehr gab es (von der Halbzeit abgesehen) nach Robbens 2:1 in der 89. Minute, als im Grunde das Spiel entschieden war. Natürlich ist es möglich, dass Münchener nach Toren das Bedürfnis verspürten, zu duschen oder schnell noch die Geschirrspülmaschine anzuwerfen - den genauen Zweck des Wassers können auch die Stadtwerke nicht bestimmen, wie sie auf ihrer Facebook-Seite sagen. Ungeklärt bleibt leider auch, warum die Kurve gegen Mitternacht abflaut. Wo zu diesem Zeitpunkt doch eigentlich ganz München ihre Feierbiere irgendwo hinbringen mussten.

nik
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