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Wettskandal: DFB verklagt Hoyzer auf 1,8 Mio. Euro

Der wegen des Wettskandals verurteilte Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer muss sich erneut vor Gericht verantworten. Kläger im Schadensersatzprozess ist der DFB. Der Verband fordert von dem 28-Jährigen rund 1,8 Millionen Euro. Vor allem der HSV beansprucht eine Ausgleichszahlung.

Hoyzer war wegen Beihilfe zum Betrug zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten verurteilt worden. Er hatte gestanden, gegen Geld und Sachleistungen Spiele verschoben zu haben. Den größten Teil der Klageforderung macht mit 1,5 Millionen Euro eine Ausgleichszahlung des DFB an den Hamburger SV aus, mit dem der Verband dem Verein entgangene Einnahmen im Pokalwettbewerb ersetzte.

Der HSV hatte am 21. August 2004 die von Hoyzer manipulierte Begegnung der ersten DFB-Pokal-Runde der Saison 2004/2005 beim SC Paderborn mit 2:4 verloren und war damit aus dem Wettbewerb ausgeschieden.

Hinzu kommen zu Unrecht erhaltene Schiedsrichter-Honorare, Verfahrenskosten und Aufwendungen für den durch den Wettskandal notwendig gewordenen außerordentlichen DFB-Bundestag. Ende März 2007 hatte ein Vergleich ergeben, dass der als Drahtzieher des Fußball-Wettskandals um Hoyzer verurteilte Ante Sapina 1,8 Millionen Euro Schadenersatz an die Deutsche Klassenlotterie zahlen muss.

AP/kbe

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