HOME

"Take the L": Das steckt hinter dem kuriosen Hampelmann-Jubel von Griezmann

Antoine Griezmann war der Spieler dieses WM-Finales: Er ergaunerte den Freistoß vorm 1:0, den er selbst trat, machte das 2:1 per Elfmeter selbst und bereitete das 3:1 vor. Seinen Torjubel zelebrierte er (mal wieder) auf kuriose Weise.

Antoine Griezmann bei seinem kuriosen Jubel im WM-Finale

Antoine Griezmann bei seinem kuriosen Jubel im WM-Finale

Getty Images

Mit einer fiesen und erst nach mehreren Wiederholungen sichtbaren Schwalbe vorm Freistoß zum 1:0 eröffnete Antoine Griezmann den Torreigen in einem spektakulären WM-Finale. Doch nach seinem unsportlichen Move überzeugte der Franzose sportlich auf ganzer Linie: Das Eigentor von Mario Mandzukic fiel nach seiner Freistoß-Flanke, auch zu dem umstrittenen Handspiel von Ivan Perisic, das zu einem Elfmeter führte, kam es nach einer Griezmann-Ecke. Den fälligen Strafstoß verwandelte er sicher, das vorentscheidende 3:1 bereitete er Pogba sehenswert vor.

Für ein bisschen Verwirrung dürfte sein Torjubel nach dem 2:1 gesorgt haben - wenngleich Griezmann seit geraumer Zeit immer wieder seine Treffer auf diese Weise zelebriert. Der 27-Jährige formte nach dem verwandelten Elfmeter mit der rechten Hand ein "L" vor der Stirn, die andere an der imaginären Gürtelschnalle und hampelte vom linken auf das rechte Bein und zurück.  

Griezmann macht den Fortnite-Jubel

Abgeguckt hat sich Griezmann diesen Jubel beim Videospiel Fortnite, das aktuell insbesondere bei jungen Menschen rund um den Globus extrem beliebt ist. "Take the L" heißt dieser Tanz und kommt vom Ausdruck "Take the loss", was so viel bedeutet wie "eine Niederlage hinnehmen". Das "L" vor der Stirn ist zudem eigentlich eine weitverbreitete Geste für "Loser". Nicht unbedingt die feine englische Art also, aber Millionen junge Fußball- und Videospiel-Fans weltweit wird es trotzdem gefreut haben. 

Griezmann hatte bereits bei seinem Verein Atletico Madrid mehrfach so gejubelt, auch bei der WM hatte er diesen Tanz bereits aufgeführt. Nur im Viertelfinale gegen Uruguay, sein zweites Herzensland, hatte er sich die Freude nach seinem Treffer gänzlich gespart. Der Grund: Sein langjähriger Trainer und einer seiner engen Freunde und Teamkollegen kommen aus Uruguay. 

Tatsächlich sind Fortnite-Jubel bei Fußballer seit einigen Monaten sehr beliebt, wie folgendes Video veranschaulicht.

Pussy-Riot-Aktivistinnen auf dem Spielfeld in Moskau - Flitzer-Auftritt in Minute 53


fin

Wissenscommunity