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Primera Division: "Krieg um Griezmann": Angreifer verweigert Training bei Atlético Madrid

Atlético Madrid zofft sich weiter mit dem FC Barcelona: Grund für den Streit ist die Ablösesumme für Antoine Griezmann, der zu den Katalanen wechseln will. Die Madrilenen werfen Barcelona unlauteres Verhalten vor.


Antoine Griezmann von Atlético Madrid ist sich seit Monaten mit dem FC Barcelona einig, jetzt gibt es Zoff ums liebe Geld

Antoine Griezmann von Atlético Madrid ist sich seit Monaten mit dem FC Barcelona einig, jetzt gibt es Zoff ums liebe Geld

DPA

Der Transfer-Streit um den französischen Starstürmer Antoine Griezmann spitzt sich zu. Der 28-Jährige will sich Medienangaben zufolge weigern, ab Sonntagabend am Training seines Vereins Atlético Madrid teilzunehmen, wie es der Club gefordert hatte. Dies habe der Anwalt Griezmanns in einer E-Mail den Rojiblancos mitgeteilte, berichteten die Zeitungen "AS" und "El País" übereinstimmend. Das Training würde einen zu starken emotionalen Stress für den Offensivspieler bedeuten, weil dieser sich bereits von den Teamkollegen und Fans verabschiedet habe, hieß es.

Griezmann hatte vor rund zwei Monaten angekündigt, Atlético nach fünf Jahren verlassen zu wollen. Allerdings hat er dort noch einen Vertrag bis 2023. Die Verhandlungen zwischen den Madrilenen und dem FC Barcelona, der sich um eine Verpflichtung des Franzosen bemüht, gestalten sich derweil schwierig.

Links klettert ein junger Mann mit Sixpack und Badehose aus dem Meer auf ein Boot, rechts läuft ein Mann auf einem Laufband

Es geht ums liebe Geld

Am Samstag hatte das Sportblatt "Marca" berichtet, die Katalanen wollten einen letzten Versuch starten, um doch noch eine Einigung zu erzielen. "Es herrscht Krieg um Griezmann", schrieb die Zeitung. 

Der Erstligist Atlético Madrid hatte dem amtierenden Meister aus Katalonien zuvor in einer Mitteilung unlautere Methoden vorgeworfen und Griezmann aufgefordert, am Sonntag mit dem Team ins Trainingslager zu fahren. Erscheint er wirklich nicht, so drohe ihm eine Strafe in Form einer Gehaltssperre oder einer Geldbuße, sagte ein Experte für Sportrecht dem Radiosender "Cadena Ser".

Barcelona einigte sich schon im März mit Antoine Griezmann 

Die Atlético-Führung ist verärgert, weil Griezmann und Barça bereits seit Februar verhandelt und im März eine Einigung über einen Wechsel erzielt haben sollen. Da spielte Madrid noch in der Champions League und kämpfte in der Meisterschaft um den Titel. Im Vertrag mit Atlético war eine Ablöse von 200 Millionen Euro festgeschrieben, die am 1. Juli auf 120 Millionen gefallen war. Atlético will einer von Barcelona angestrebten Ratenzahlung für Griezmann nicht zustimmen.

tis / DPA

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