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Zeichen der Solidarität Nur Grün, Weiß und Rot: US-Verband zeigt Irans Flagge ohne Zeichen der Islamischen Republik

Eine Demonstrantin hält eine Flagge mit der Aufschrift "Women - Life - Freedom"
Eine Demonstrantin hält eine Flagge mit der Aufschrift "Women - Life - Freedom". Im Twitter-Post der US-Nationalmannschaft fehlt das Hoheitszeichen der Islamischen Republik
© Aaron Chown / PA Wire / DPA
"Alle Augen auf Dienstag", twittert der US-Fußballverband vor dem Spiel gegen den Iran. Blickfang ist allerdings eher die iranische Flagge unter dem Post. Denn auf der fehlt das Zeichen der Islamischen Republik. 

Vor dem sportlich und erst recht politisch brisanten Gruppenspiel zwischen den USA und Iran zeigt der amerikanische Verband auf seinem Twitter-Konto die Nationalflagge des Iran ohne das Zeichen der Islamischen Republik. Zu sehen sind dort nur die Farben Grün, Weiß und Rot, das Emblem in der Mitte wird nicht dargestellt. Auch in anderen Netzwerken war eine solche Flaggen-Darstellung zu sehen. 

Zwischen den beiden Teams geht es am Dienstag um das Achtelfinal-Ticket. England führt die Gruppe B mit vier Punkten an, dahinter folgen Iran (3), USA (2) und Wales (1).

Mehr als 18.000 Demonstranten laut Menschenrechtsorganisationen im Iran verhaftet

Zwischen den USA und Iran gibt es schon lange schwere politische Spannungen. Zuletzt nahm die internationale Kritik an der Republik am Persischen Golf zu. Seit mehreren Wochen demonstrieren im Iran Zehntausende gegen den repressiven Regierungskurs und die Islamische Republik. Die Proteste sind inzwischen zu einem der größten Belastungstests für die Führung des Landes seit Staatsgründung geworden. 

Auslöser der landesweiten Proteste war der Tod der iranischen Kurdin Jina Mahsa Amini Mitte September. Sie starb im Polizeigewahrsam, nachdem sie wegen Verstoßes gegen die islamischen Kleidungsvorschriften festgenommen worden war. Immer wieder war die Staatsmacht auch gegen bekannte Aktivisten und Prominente vorgegangen, die sich solidarisch mit den Protesten zeigten. Rund 18.000 Demonstranten wurden nach Einschätzung von Menschenrechtlern bereits verhaftet.

yks DPA

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